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017 Infoheft: 14. Pfingsttreffen Wiking-Jugend 1968

Text/Transkript

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Tage volkstreuer Jugend

Kleinsachsenheim

Vom 30.5.–3.6.68

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COLUMBUSSCHIFF

  1. Pfingsttreffen nationaler Jugend

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LAGERORDNUNG

§1Jeder, der das Lager oder die von der Wiking-Jugend belegten Räume und Gelände betritt, untersteht der Weisungsbefugnis der Lagerleitung und deren Organen, wie Lagerwache und F.v.D.
§2

Jeder Anordnung ist s o f o r t Folge zu leisten!

Zuwiderhandlungen sind Hausfriedensbruch.

§3Fotografieren und Filmen ist nur Angehörigen der Wiking-Jugend erlaubt oder bedarf einer Sondergenehmigung der Lagerleitung!
§4Werbeschriften anderer Jugendverbände dürfen nicht verteilt oder vertrieben werden!
§5Auskünfte an Presse, Rundfunk oder Film dürfen nur von der Lagerführung oder der Bundesführung in Gegenwart von mindestens 3 volljährigen Zeugen gegeben werden. Zuwiderhandlungen werden mit sofortigem Lagerverweis und evtl. Ausschluß aus dem Bund bestraft!
§6Exekutivorgane der Behörden, wie Förster, Ordnungspolizei und Beamte der politischen Polizei sind an die Lagerführung zu verweisen.
§7Zurückhaltung und Disziplin sind unter allen Umständen zu wahren. Provokationen – gleich welcher Art – ist mit überlegter Ruhe zu begegnen. Bei tätlichen Anpöbelungen ist sofort die Lagerleitung zu verständigen.
§8Rauchen im Lagerbereich ist verboten! Auch im Waldgelände!
§9Ankommende Gäste sollen sich bitte umgehend bei der Lagerleitung melden.
§10Auf Reinlichkeit ist auf allen Gemeinplätzen, wie Waschstelle, Abort usw. zu achten!
§11Jedem Lagerteilnehmer wird die Lagerordnung beim Eintreffen vorgelegt, er muß die Kenntnisnahme durch seine Unterschrift bestätigen.
§12

Gutes Wetter, gute Kameradschaft, gutes Lager wünscht

 

die Bundesführung.

 

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WIKING-JUGEND
T A G E V O L K S T R E U E R J U G E N D
vom 30.5. – 3.6.1968 in Kleinsachsenheim Kr. Ludwigsburg

Verantwortlich: Die Bundesführung der Wiking-Jugend e.V. 

Organisation: 

Lagerführer: 

Stellvertreter

Gauführer Jörg Geißler, Winseldorf

Wolfgang Nolde, Ludwigsburg

Lagerführerin:

Stellvertreterin:

Roswitha Riebisch, Immekeppel

Birgid Wagner, Korntal

Führer vom Dienst:

Freitag u. Sonnabend:

Sonntag u. Montag:

 

Karlheinz Mahr, Lauffen

Peter Engelen, Bonn

Stellvertreter

Freitag u. Sonnabend:

Sonntag u. Montag:

 

Ekkehard Fleischmann, Kornwestheim

Wolfgang Caspar, Hechtsheim

Verpflegung: 

Organisation:

Koch:

 

Herbert Neumann, Ludwigsburg

Kurt Walter, Butingen

Lagerverwaltung: 

Anneliese Wagner, Korntal

Trude Neumann, Ludwigsburg

Sanitätsdienst:

Lagerarzt:

Sanitäter:

 

(noch nicht endgültig)

Wolfgang Stadelmann, Hans Schmidt, Edda Biber

Schließdienst:

Wolfgang Nolde, Ludwigsburg

Jürgen Carle, Asperg

Sport:Helmut Volz, Lauffen

 

Alle im Organisationsplan angeführten Kameraden und Kameradinnen sind in ihrem Tätigkeitsbereich weisungsbefugt und handlungsberechtigt. Sie unterstehen dem Lagerführer persönlich. 

 

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T a g e s p l a n

Donnerstag, den 30. Mai 1968

ab 19.00 UhrVorkommando

Freitag, den 31. Mai 1968

7.00 UhrWecken
Formaldienst
Lageraufbau
Schulung Wiking-Kampf
Singen, Volkstanz

 

Sonnabend, den 1. Juni 1968

7.00 UhrWecken
7.05 Uhr – 7.15 UhrFrühsport
7.15 Uhr – 8.05 UhrWaschen, Frühstück
8.05 Uhr – 8.15 UhrMorgenappell
8.15 Uhr – 8.30 UhrZeltordnung
8.30 Uhr – 9.30 UhrSchießunterricht Jungen A – W. Nolde Judo-Unterricht Mädel – J. Carle
9.30 – 11.30 UhrVolkstanzlehrgang – H. Wager
Lieder üben
11.30 Uhr – 12.30 UhrVorbereitung Wiking-Kampf – W. Nahrath
12.30 Uhr – 13.50 Uhr Mittagessen
13.50 Uhr – 14.00 UhrAntreten zur Lagereröffnung
14.00 Uhr – 14.30 UhrLagereröffnung – W. Nahrath
14.30 Uhr – 16.00 UhrSchießwettkampf:
      Jungen A Schießen – W. Nolde
      Jungen B Unterricht – J. Carle
Wiking-Kampf Mädel – R. Riebisch
16.00 Uhr – 18.00 UhrSchießwettkampf:
      Jungen B Schießen – W. Nolde
Wiking-Kampf schriftlich
      Jungen A – H. Neumann
Wiking-Kampf Mädel – R. Riebisch
18.00 Uhr – 18.30 UhrAbendessen
18.30 Uhr – 19.00 UhrLagerordnung und Vorbereitung zum
Abmarsch Jugendkundgebung
20.00 UhrJugendkundgebung in Bietigheim
22.20 Uhr – 22.30 UhrFahne einholen

 

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22.30 UhrZapfenstreich für Pimpfe und Jungmädel
bis einschließlich Jahrgang 1955
24.00 UhrLagerabend mit Gesprächen am Feuer

Sonntag, den 2. Juni 1968

6.00 UhrWecken
6.05 Uhr – 6.15 UhrFrühsport
6.15 Uhr – 6.45 UhrWaschen
6.45 Uhr – 7.00 UhrMorgenappell
7.00 Uhr – 7.45 UhrFrühstück
7.45 Uhr – 8.00 UhrZeltordnung
8.00 – 9.00 UhrMorgenfeier
9.00 Uhr – 12.30 Uhr

Wiking-Kampf

      Jungen A Sport H. Volz
      Jungen B schriftlich H. Neumann
      Jungen B Sport H. Volz
      Mädel schriftlich S. Schweiger

12.30 Uhr – 14.00 UhrMittagessen, Mittagsruhe, Schreibstunde
14.00 Uhr – 16.30 UhrFilmnachmittag
16.30 Uhr – 18.00 UhrVolkstanz, Liedersingen
18.00 Uhr – 19.00 UhrAbendessen
19.00 Uhr – 20.00 Uhr Vorbereitung zum Elternabend
20.00 Uhr – 22.00 UhrElternabend 
22.00 Uhr – 22.10 UhrFahne einholen
22.20 Uhr – 23.30 UhrLagerabend am Feuer
23.30 UhrZapfenstreich f. Pimpfe u. Jungmädel

 

Montag, den 3. Juni 1968

6.00 UhrWecken
6.05 Uhr – 6.15 UhrFrühsport
6.15 Uhr – 6.45 UhrWaschen
6.45 Uhr – 7.00 UhrMorgenappell
7.00 Uhr – 7.30 UhrFrühstück
7.30 Uhr – 7.45 UhrZeltordnung
7.45 Uhr – 10.00 Uhr

Sport:

            Jungen Fußball

            Mädel Korbball

10.00 Uhr – 10.30 UhrMarsch durch das Dorf
10.30 Uhr – 10.45 UhrTotenehrung
10.45 Uhr – 11.15 UhrRückmarsch ins Lager
11.15 Uhr – 11.30 Uhr

Siegerehrung – Lagerabschluß

Fahne einholen

11.30 Uhr – 12.30 UhrMittagessen
12.30 UhrNachkommando – Lagerabbruch

 

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F e i e r g e s t a l t u n g

Sonnabend, den 1.6.: 14.00 – 14.30 Lagereröffnung

  1. Fanfarenruf
  2. Spruch: „Der Rebell“ v. Raoul Nahrath
  3. Ansprache: Wolfgang Nahrath
  4. Fahnenhissung
    Fahnenspruch: Fahne steig hoch ...
  5. Lied: Nur der Freiheit ...

Sonnabend, den 1.6.: 20.00 – 22.00 Jugendkundgebung

  1. Fanfarenruf
  2. Eröffnungsansprache: Hans Dieter Haar
  3. „Der Kampf der Väter“
  4. „Wir tragen das Erbe“: Wolfgang Nahrath
  5. „Das junge Deutschland“: Bernhard Pauli
  6. Lied: Sie haben uns schon klein geglaubt ...

Sonntag, den 2.6.: 8.00 – 9.00 Morgenfeier

„Rebellen – Kämpfer – Kameraden“

  1. Fanfarenruf
  2. Spruch: „Verheißung“ v. Kurt Eggers
  3. Trommelwirbel
  4. Lied der Mädel: Lang ist die Nacht ...
  5. Lied der Jungen: Als Jungen wurden wir 

Soldaten ...

  1. Sprechstück: „Rebellen-Kämpfer-Kameraden“ 

v. Raoul Nahrath

  1. Ansprache
  2. Lied: Wir treten ohne Gewehre an ...

Montag, den 3.6.: 10.30 – 10.45 Totenehrung

  1. Trommelwirbel
  2. Spruch: „Ich trat an ein Soldatengrab“
  3. Gedenkworte „Europäische Front“:

Hans Dieter Haar

  1. Lied: Ich hatt’ einen Kameraden ...

Montag, den 3.6.: 11.15 – 11.30 Siegerehrung und Lagerabschluß

  1. Fanfaren und Trommeln
    1. Siegerehrung: Wolfgang Nahrath und 

Gudrun Wittig

  1. Schlußworte: Wolfgang Nahrath
    1. Lied: Deutschland, Deutschland über alles ...
    2. Fahne einholen.
    3.  

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DER LAGERPLATZ

bei Kleinsachsenheim Kr. Ludwigsburg ist zu erreichen:

A) Mit Auto:

von Nordwestenüber Heidelberg, Sinsheim, Heilbronn, Lauffen, Löchgau – Richtung Kleinsachsenheim. Abzweigung ist markiert.
von Nordenüber Würzburg, Walldürn, Heilbronn, Lauffen, Löchgau – Richtung Kleinsachsenheim. Abzweigung ist markiert.
von Ostenüber Crailsheim, Schwäb. Hall, Heilbronn, Lauffen, Löchgau – Richtung Kleinsachsenheim. Abzweigung ist markiert.
von SüdostenAutobahn Ulm–Stuttgart, dann Autobahn Richtung Heilbronn bis Ausfahrt Bietigheim. Von Bietigheim über die Enz westlich Richtung Löchgau. Abzweigung ist markiert.
von Süden und Westenüber Stuttgart, Autobahn Richtung Heilbronn bis Ausfahrt Bietigheim. Von Bietigheim über die Enz westlich Richtung Löchgau. Abzweigung ist markiert.

 

 

B) Mit Bundesbahn:Endstation Großsachsenheim.
 ab Stuttgartin Richtung Bietigheim, Mühlacker, Bruchsal, Mannheim. 2. Station hinter Bietigheim.
 ab Mannheim

in Richtung Bruchsal, Mühlacker, Stuttgart. 

5. Station hinter Mühlacker.

 ab Würzburg

Osterburken, Heilbronn, Stuttgart. In Bietigheim umsteigen in Richtung Mühlacker. 

2. Station hinter Bietigheim.

   

In Großsachsenheim halten nur Personenzüge.

Von Großsachsenheim sind es über Kleinsachsenheim 3 km

Fußmarsch. Der Weg ist ab Kleinsachsenheim markiert.

 

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W I K I N G – K A M P F

 


Sinn und Zweck

Bei diesem Wettkampf handelt es sich um eine Kombination
zwischen Schnelligkeit, Geschicklichkeit, sportlicher Lei-
stung und Geist. Der Wettkampf entspricht in seiner Art dem
Erziehungsideal der völkischen Jugend und soll das Können
des Einzelnen, aber auch einer Mannschaft im Sinne des Ge-
meinschaftsgedankens unter Beweis stellen. Zur rein körper-
lichen Leistung, die von jedem Wettkämpfer gefordert wird,
gesellt sich die geistige nach Ablauf des Kampfes. Es soll
damit erreicht werden, daß der Wettkämpfer seinen Körper
nach dem Aufruhr der Muskulatur durch geistige Konzentration
zur Ruhe bringt. Er lernt dadurch, Geist und Körper zu be-
herrschen. Daß alle Disziplinen des Kampfes im Rahmen eines
Laufes absolviert werden, stellt eine Härte dar, die beson-
ders heute in der Zeit der zügellosen Laschheit, der Über-
drüssigkeit aufzeigen soll, daß es auch noch eine Jugend in
Deutschland gibt, die dem Treibenlassen im Wohlstand aus ei-
genem Antrieb die Tat des Härteren entgegensetzt!
Erstmals in diesem Jahr soll der Wiking-Kampf auch für die
Mädel durchgeführt werden, entsprechend ihrer Eigenart.

Jungen - Kampf


1. Hindernislauf mit Marschgepäck
2. Keulenwurf
3. Kugelstoßen
4. Speerwerfen
5. 70 m - Lauf mit Marschgepäck
6. schriftliche Schulungsfragen

 

Mädel - Kampf


1. 60 m - Lauf
2. Ballweitwurf
3. Zielwerfen
4. Geschicklichkeitsprüfung auf dem Schwebebalken
5. schriftliche Schulungsfragen.

 

Für alle Jugendlichen bis zu 20 Jahren ist die Teilnahme am
Wiking-Kampf Pflicht. Ältere Mitglieder und Gäste können

 

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teilnehmen oder möchten sich für die Wettkampfleitung und Aus-
wertung zur Verfügung stellen.
Die Mädel dürfen ihr Turnzeug nicht vergessen!

Der Schießwettkampf
wird für die Älteren ab 18 Jahren mit KK-Gewehr, für die 14 -
18-jährigen mit Luftgewehr durchgeführt. –



LIEDER IM LAGER :


1. Nur der Freiheit ... 1. - 4. Strophe
2. Sie haben uns schon klein geglaubt ... 2. u.3.Strophe
3. Auf hebt uns're Fahnen ... 1. Strophe
4. Lang ist die Nacht ... 1. Strophe (nur Mädel)
5. Als Jungen wurden wir Soldaten ... 1.u.2. Strophe

(nur Jungen)


6. Wir treten ohne Gewehre an ... 1.-3. Strophe
7. Und die Morgenfrühe ... 1. Strophe
8, Ich hatt‘ einen Kameraden ... 1. Strophe
9. Gute Nacht, Kameraden ... 1.u.2. Strophe
10. Das Deutschlandlied, 1., 3, und 4. Strophe.

Neue Lieder werden im Lager noch geübt. Soweit Ihr Euch die
Texte beschaffen könnt, lernt bitte die Liedertexte gut aus-
wendig. 


LAGERKOSTEN

TeilnehmergebührDM 1,--
Verpflegung pro TagDM 3,--
Festabzeichen (freiwillig)DM 1,--


Änderungen in der Organisation und im Programm bleiben vor-
behalten.

 


Auf Wiedersehen in Kleinsachsenheinm!
                                 Die Bundesführung.


                                              – – – – – – – – –

Spenden für die Deckung der Unkosten werden sehr begrüßt!

Postscheckkonto:Wiking-Jugend e.V., 7140 Ludwigsburg Konto 9722 Stuttgart
Girokonto:

Wiking-Jugend e.V., Bundesführung 

Konto 102655 Kreissparkasse Leonberg

 

Quellennachweis

Tage volkstreuer Jugend. 14. Pfingsttreffen nationaler Jugend, Kleinsachsenheim vom 30.5.–3.6.68 [Informationsheft], Archiv der deutschen Jugendbewegung, M 47, Nr. 2.