036 DNZ
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Auch WEHNER kassierte
Wiedergutmachung
DEUTSCHE
National Zeitung
UND SOLDATEN-ZEITUNG
Notweg der 131er
19. Jahrgang / Nr. 6 / 7. Februar 1969 Einzelpreis 90 Pfennig
Israel hat immer recht
Herr Minister Benda, ich bekenne mich schuldig
VON DR. GERHARD FREY
Bundesinnenminister Dr. Benda hat mir eine Auszeichnung zugedacht, die - sehr im Gegensatz zum Bundesverdienstkreuz - noch kein Deutscher in diesem Staat erhielt: Weil meine Argumentation so absolut überzeugend und unwiderlegbar ist, will er mir das Recht, eine politische Meinung zu äußern und eine Zeitung herauszugeben, entziehen lassen.
Bevor ich dem Benda-Plan einige Worte — mir jetzt ja noch erlaubter — aufbauender Kritik widme, muß ich den Herrn Verfassungsminister vor jenen in Schutz nehmen, die ihn auf den Spuren Hitlers wandeln sehen. Manche meiner Leser mögen meinen, in den mehr als hundert gescheiterten Strafverfahren gegen mich sei der Beweis meiner Verfassungstreue hinreichend erhärtet worden. Trotz aller „juristischen Gradwendungen“ der politischen Staatsanwaltschaft möchte aber ich doch den klaren Unterschied zum vorangegangenen Unrechtsregime deutlich machen: Damals hätte es keines Systems von Strafverfahren bedurft, um Mißliebige auszuschalten. Das, was der Herr Verfassungsminister mir zugedacht hat, empfinde ich gerade im Vergleich zum Dritten Reich als überaus human. Mir soll nur der Mund gestopft und bloß die Zeitung genommen werden, weder erwartet mich Vorbeugehaft noch meine Familie Sippenhaft. Ja mehr noch — diesen Dank frühzeitig auszusprechen, ist mir schon darum ein Bedürfnis, weil ich später nach Bendas Willen nicht mehr dazu berechtigt sein soll — der Herr Verfassungsminister will mir keineswegs die Meinungsfreiheit total aberkennen. Im engen Familienkreis, z. B. gegenüber meiner Frau oder meinem Bruder, dürfte ich auch fürderhin politische Ansichten äußern und unpolitische Auffassungen, z. B. ob Angeln mit Wurm oder mit künstlicher Fliege auf bestimmte Fischsorten sportlicher ist, könnte ich sogar der Allgemeinheit zugängigmachen. Vorausgesetzt natürlich, ich mißbrauche solche Erwägungen nicht zu politischen Anspielungen.
„Staatsfeind“ oder „Volksschädling“
Man muß den politisch Andersdenkenden in einer Demokratie achten und tolerieren. Ich will mit gutem Beispiel vorangehen: Wäre es nicht verständlich, wenn Benda statt seines gescheiterten NPD- Verbotsantrags eine „kleine Ersatzlösung“ des NATIONAL-ZEITUNGS-Verbots brauchte? Und wozu soll die Rechte auch eine parteiunabhängige Zeitung haben? Es genügt doch vollkommen, wenn alles sich in der NPD sammelt und sich von parteioffiziellen Informationen nährt. Die Gefahr, daß allzu viele NATIONAL-ZEITUNGS-Leser bei den kommenden Bundestagswahlen Union wählen und auf diese Weise die Große Koalition zum Platzen bringen, wird durch einen Verbotsantrag von Benda gebannt.
Ich beklage es, der deutsche Innenminister hält mich für einen Staatsfeind, obgleich ich keineswegs dem israelischen Staat, sondern nur seinen Verbrechen widerstreite. Wenn wir heute ein untergegangenes Unrechtsregime mit vollem Recht verurteilen, weil es Menschen allein wegen ihrer Abstammung — z. B. die Familie Benda — als „Volksschädlinge“ verfolgte,
dann kann die Nutzanwendung aus dieser Vergangenheitsbewältigung doch nur lauten, daß wir dem Unrecht der Gegenwart und Zukunft nicht im Nachhinein wehren, sondern rechtzeitig.
„Rechtlich denkende Menschen“ möchten mich gerne auf diese oder jene Art umbringen, wie ich der täglichen Post entnehme. Eine Schußwaffe für mich hält der Staat — wie der wiederholten Ablehnung meiner Waffenscheinanträge zu entnehmen ist — trotz Befürwortung
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Die große Geschichte der Juden
VON MOSHE MENUHIN
während der letzten beiden Jahre habe ich für meine deutschen Leser oft über den schädlichen Einfluß eines verderbten „jüdischen“ Nationalismus — des politischen Zionismus — geschrieben; über Schöpfer und Führer dieser tragischen fixen Idee. Ich habe zionistische Führer beschrieben, die jetzt in Israel herrschen, und auch eine kolossale weltweite zionistische Maschinerie. Solche Führer, die das Produkt von jahrhundertelangen Verfolgungen in den ost-europäischen Gettos sind, gehören heute zu einer Clique in Rußland geborener alter Männer in den Siebzigern.
Aber es gibt nach wie vor unzählige Juden, die an ein wahres Judentum glauben, an ein universales und moralisches und menschliches, prophetisches Judentum, obwohl ihre Stimmen untergehen im Lärm und in der andauernden Propaganda der zionistischen Israel-Maschinerie.
Heute (und so kann es nicht mehr viel länger ohne katastrophale Ergebnisse fortgehen) legen Zeitungen, Radio und Fernsehen täglich Nachdruck auf die „Wiedergeburt und das Schicksal Israels“ und auf den „Ruhm des Bollwerkes der Demokratie im Mittleren Osten“. Heute berichtet die „New York Times“ ohne irgendeinen Protest oder Kommentar wie der Präsident der New Yorker Yeshivah Universität öffentlich und unverfroren verkündet, daß „die Juden (heute) bereit scheinen, die Auffassung des ‚auserwählten Volkes' neu zu bekräftigen. Während der vergangenen 100 Jahre neigten die Juden dazu, diesen Grundsatz in ihrem Streben, sich in eine offenere Gesellschaft zu integrieren, zurückzuweisen“. (In andern Worten: Das „auserwählte Volk“ muß ein abgesondertes „zionistisches“ Leben führen und nach den Grundsätzen eines „zionistischen Heimatlandes“ Israel leben.) Heute gibt es eine zionistische Studentengruppe aus in Amerika geborenen Juden anläßlich ihrer Abschlußfeierlichkeiten eine Ovation an einen Generalmajor der israelischen Armee in der New Yorker Yeshivah Universität, sie jubelt ihm drei Minuten lang zu und ruft „Am Israel Chai“, die jüdische Nation lebt.
Keine Organistion, keine Zeitung oder Illustrierte, keine Stimme wagt gegen die schamlose Irreführung des Judentums zu protestieren. Glücklicherweise gibt ein Großteil der jungen Generation amerikanischer Juden in ihrem Privatleben ihre kategorische Antwort dadurch, indem sie sich mehr als jemals zuvor mit Nichtjuden verheiratet und sich in das amerikanische Leben voll integriert. Und die Herzen und Sinne vieler tausender kluger amerikanischer Juden revoltieren, denn sie sehen, was vor sich geht, und sie werden über kurz oder lang ihr Rebellieren und ihre Abscheu vor dem Zionismus manifestieren. Die Proteste der neuen Weltordnung gegen die alte Weltordnung werden bald un-
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Lieber Leser!
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Herzlichen Dank
Ihr DSZ-Verlag
Vom Wiedergutmachungsanwalt zum Bundesinnenminister
Der Mann, der uns vernichten will
[Bild 1] <-- ERNST BENDA
Lesen Sie Seite 3
Das Gewissen des K.G.Kiesinger
Warum Deutschland von unbelasteten Männern geführt werden sollte
VON DAVID BRESLAUER
Sorgen über Kurt Georg Kiesingers unbewältigte Vergangenheit und daraus resultierende Folgen für unser Volk macht sich unser Mitarbeiter David Breslauer. Mit ihm sind wir der Meinung, daß unbelastete Personen ausländischem Druck besser widerstehen könnten und die Innen- und Außenpolitik weniger nach den Forderungen ausländischer Interessen ausrichten würden.
Ich war ein wenig erstaunt über die Aussage Kanzler Kiesingers im Beckerle-Prozeß. Wenn ich die Pressemeldungen so recht verstanden habe, erklärte Herr Kiesinger, er habe während des Krieges wenig über NS-Verbechen gehört Dinge, die er (er war ja direkt und indirekt von Amts wegen mit dem Abhören ausländischer Radiosendungen beschäftigt) hörte, betrachtete er als unwahre Feindpropaganda.
Eines steht fest: Das deutsche Volk, dem das Abhören von Feindsendern bei Todesstrafe verboten war, wußte über die NS- Verbrechen damals nichts. Es gab aber Ausnahmen: Diejenigen, die mit dem Abhören feindlicher Radiostationen zu tun hatten, wußten davon. Grund: Die „British Broadcasting Company“ brachte öfters Programme, die sich mit den Geschehen in den Todeslagern befaßten. Und ich kann es beweisen: Denn ich hörte eine Anzahl dieser Sendungen.
So starb mein Onkel
Damit hatte es eine Bewandtnis: Ich bin deutsch-jüdischer Herkunft und wanderte vor dem Kriege nach Nordamerika aus. Manchen meiner Familienmitgliedern gelang die Auswanderung nickt mehr. Mein Onkel blieb in Deutschland: und es entwickelte sich eine enge Korrespondenz zwischen ihm und mir. Bis Ende 1941 hörte ich noch beinahe jeden dritten Tag von ihm. Besorgnis und Angst waren seinen
Briefen zu entnehmen. „Wir werden deportiert“ schrieb er zweimal ganz offen. „Ich hoffe, Du wirst Dich nack meiner Deportation um mich kümmern!“ Dann kamen Briefe, die mit dicker schwarzer Tinte zensiert waren; und die Briefe wurden immer ängstlicher. Und im Dezember 1941 brachen sie ab — denn Amerika war in den Krieg eingetreten.
Es kamen aber doch noch weitere Lebenszeichen — mein anderer Onkel lebte in der neutralen Schweiz. Und so erfuhr ich: Mein Onkel war Mitte März aus Deutschland deportiert worden. Nach Izbicka in Polen. Es kam noch eine Karte nach der Deportation: Erstaunlich, aber wahr. An meinen Schweizer Onkel — aus Izbicka in Polen. „Ich bin deportiert“, schrieb Mitte April 1942 mein Onkel aus Polen. „Sendet mir Lebensmittel und Geld und helft mir ein wenig. Lebensmittel sind noch wicktiger als Geld. Ick kann möglicherweise aber wieder umgesiedelt werden, man spricht von einem anderen Lager bei Belzec!“
Daß die NS-Behörden diese Karte durchgelassen haben: Ein Wunder. Aber es hatte vielleicht einen Grund: Man wußte: Ich war in Amerika, mein anderer Onkel in der Schweiz, die NS-Behörden brauchten Devisen. Das mag es gewesen sein.
Dann brach jedes Lebenszeichen ab; wir haben von meinem Onkel nie mehr gehört. Ich forschte damals nach — und begann die
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Deutschland — Kellerkind und Wunderkind
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Wer bezog wieviel Wiedergutmachung?
Wir enthüllen weiter Seite 2
Deutsche
National Zeitung
19. Jahrgang / Nr. 7 / 14. Februar 1969
Argent. Pesos 110,- / Austral. $ -.25 / Belg. Frs 10,- / Finnl. Fmk 1.10 / Griech. Dr. 8- / Holland hfl 1,- / Irak 140 fils / Island Kr. 10,- / Itai. L.130,- Kan. $ -.2$ / Kuweit 1S0 fils / Libanon 125 PI / Port. Esc. 7,- / Saudiarab. R L. 1,5 / Südafr. R. -.20 / Türk. £ 2.- USA $ 0,2 / VAR £ -.14
90 Pf. / S. 6, / Ausgabe A
DRESDEN - der größte Massenmord der Weltgeschichte - S.4
Weil wir die Wahrheit sagen,
sollen wir vernichtet werden
Was Israel von Bonn erwartet
VON DR. GERHARD FREY
Bis zum 18. Februar, meinem 36. Geburtstag, soll es soweit sein: Nachdem Bundesinnenminister Benda, gestützt auf seine sozialdemokratischen Ministerkollegen die Zustimmung des Bundeskabinetts erlangen konnte, will er den Antrag, mir das Recht auf Meinungsfreiheit und meinem Verlag das auf Zeitungsherausgabe zu entziehen, im Eiltempo fertigstellen und beim Bundesverfassungsgericht einreichen. Allein der Antrag, der auf ein nach unserer Verfassung gar nicht mögliches Zeitungsverbot hinausläuft, ist ein glatter Rechtsbruch. Denn der Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft, Benda, weiß, so gut wie jedermann, daß die NATIONALZEITUNG zu keinem Zeitpunkt die freiheitliche demokratische Grundordnung bekämpft, sondern sie immer nur nach Kräften verteidigt hat. Doch Israel-Botschafter Ben-Nathan erwartet durchgreifende Schritte und Ben-Nathan ist ein ehrenwerter Mann. Der Bundeskanzler selbst hat vor wenigen Tagen es festgestellt: „Wer weiß denn, daß in deutschen Landen über hundert radikale, Tag für Tag zum gewaltsamen Umsturz aufrufende Zeitungen und Zeitschriften existieren, von den merkwürdigsten Quellen finanziert!“ Doch an jenen Blättern nimmt Ben-Nathan keinen Anstoß, und so gefährden sie denn auch nicht die „freiheitliche demokratische Grundordnung“.
Unser Staat war nach seiner Verfassung als idealer Rechtsstaat und als vorbildhafte Demokratie angelegt. Er ist immer noch ein relativer Rechtsstaat und eine relative Demokratie.
Zwar stellt die seit Jahren währende und mit nahezu allen Mitteln betriebene Verfolgung der NATIONAL-ZEITUNG das genaue Gegenteil der Forderung von Artikel 5 dar: „Jeder hat das Recht, seine Mei-
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Vor neuer
Berlin-Blockade
Die Folgen der Entspannungspolitik
Die Entspannungspolitik der Großen Koalition hat Westberlin an den Rand der Vernichtung geführt. Jede Schurkerei des sowjetzonalen Mörderregimes wird von Bonn mit weiterem Entgegenkommen beantwortet. Durchreisebeschränkungen durch die Zone für NPD-Mitglieder, Bundesminister und Angehörige von Ministerien quittierte die Bundesregierung mit verstärkter Aufwertung Pankows. Auf die Erhebung von „Visa-Gebühren“, die dem Ulbricht-Regime rund hundert Millionen Mark aus dem Geld des bundesdeutschen Steuerzahlers bringen, antwortete Karl Schiller mit der Bitte um Gespräche auf Ministerebene — wofür Ulbricht zu Adenauers Zeiten ein halbes Königreich gegeben hätte. Auf den Einmarsch sowjetzonaler Truppen in die Tschechoslowakei folgte die Erhöhung des der Zone eingeräumten Kredits um 160 Millionen Mark.
Pankows Wünschen entsprechend wurde die Bundespräsenz in Westberlin immer weiter reduziert. Es gibt heute keine Sitzungen des Bundeskabinetts mehr in Westberlin, sondern nur noch „Ministerbesprechungen“. Statt der bisher üblichen alljährlichen zwei Bundestagsvollsitzungen wird seit vergangenem Jahr nur mehr eine abgehalten. Und der unfähige Bürgermeister der Stadt, Schütz, macht schon gegenüber Sowjets und deren mitteldeutschen Handlangern selbständige „Außenpolitik“ analog der UdSSR-These von der „Selbständigen politischen Einheit Westberlins“.
Am 14. Februar besucht der britische Premierminister Wilson die deutsche Hauptstadt, am 27. Februar gar der neue amerikanische Präsident Nixon, so seine beim Amtsantritt drastisch bekräftigte Sicherheitsgarantie für Berlin deutlich unterstreichend. Die Westalliierten haben Bonn auch grünes Licht für den traditionellen Zusammentritt der Bundesversammlung in Westberlin, der am 5. März erfolgen soll, gegeben. Doch auf höchster westdeutscher wie auch Berliner Seite sind einflußreiche Kräfte am Wirken, die — wie könnte es anders sein — den gewohnten Kniefall vor den Sowjets auch in Sachen Bundesversammlung vollziehen möchten Sie bedienen sich dabei des billigsten aller Argumente, man dürfe die UdSSR nicht ungestraft „provozieren“.
Das ist genau der Weg, der direkt in die Hölle führt und Ulbrichts Salamitaktik begünstigt Denn ist erst die Bundesversammlung vom Tisch, dann wird Pankow das nächste Scheibchen von der immer kleiner werdenden Wurst abschneiden. Wer jetzt nicht einsieht, daß wir keinen Zentimeter mehr zurückgehen dürfen, wenn nicht ganz Berlin verlorengehen soll, der macht sich des Dolchstoßes in den Rücken der kämpfenden Stadt schuldig.
Ulbrichts Mörderregime bekräftigt seinen Anspruch, daß Westberlin „außerhalb des Staatsgebiets der westdeutschen Bundesrepublik und auf dem Territorium der Deutschen Demokratischen Republik“ liege, nachdem es sich Ostberlin schon ein-
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Und wieviel Wiedergutmachung erhielten Sie, Professor Hoegner?
[Bild 1] <- WILHELM HOEGNER LANDTAGSVIZEPRÄSIDENT
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So verschenkt Willy Brandt Deutschlands Recht
Unser Volk in tödlicher Gefahr
Die Haltung, die Bundeskanzler Kiesinger Ende letzter Woche vor dem Bundestag zum Atomsperrvertrag einnahm, bringt zwar keine Lösung der Probleme, ist aber echt Kiesinger. Er ist weder dafür noch dagegen, so läßt sich sein Versuch, um die Probleme herumzureden, charakterisieren. Die Haltung, eine Sache weder aus Opportunismus noch aus Neigung zu tun, mag zwar bei der Bewältigung einer nicht rühmenswerten persönlichen Vergangenheit hilfreich sein, in der praktischen Politik ist sie indiskutabel. Vom Kanzler also sind richtungweisende Schritte in dieser bedeutsamsten Frage der letzten Jahre nicht zu erwarten. Er will Wahlen gewinnen, nicht schwierige politische Fragen einer Lösung zuführen.
Unverbindliche Halbheiten, die ohnedies zum Kennzeichen der großen Koalition geworden sind, statt sachlicher Entscheidungen, das ist die Regierungs-“kunst“ Kiesingers. Ganz anders Außenminister Brandt. Er sieht in der Unterzeichnung des Vertragswerkes „keinen Widerspruch zu deutschen Interessen“. Dies stellte er im
Pressedienst seiner Partei, der SPD, fest. Es gehört schon eine unvorstellbare Blindheit dazu, den Sperrvertrag mit deutschen Interessen für vereinbar zu halten und die vielen Gefahren zu negieren, die er gerade für uns Deutsche enthält Die NATIONAL-ZEITUNG hat immer wieder darauf hin-
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Die Eskalation der
Verfassungsbrüche
Zwar verkehren die mehr als hundert Grundgesetzänderungen der Großen Koalition die 146 Artikel des Grundgesetzes teilweise in ihr Gegenteil.
Zwar hat die Politik der Großen Koalition absolut nichts mehr mit dem Wiedervereinigungsauftrag unserer Verfassung zu tun: „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, seine nationale und staatliche Einheit zu wahren und als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat das deutsche Volk... auch für jene Deutsche gehandelt, denen mitzuwirken versagt war (Alleinvertretungsanspruch). Das gesamte deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.“
Zwar nimmt eine bis zum Exzeß parteiische bundesdeutsche Politik auf die Menschenwürde etwa der Araber nicht Rücksicht, während Artikel 1, Absatz 2 des Grundgesetzes lautet: „Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“
Zwar waren und sind die von Benda betriebenen Verjährungsmanipulationen ein Verfassungsbruch, nachdem Artikel 3 besagt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Niemand darf wegen seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauung (siehe NATIONAL-ZEITUNG) benachteiligt oder bevorzugt werden.“
Lieber Leser!
Der Antrag des Bun- desinnenministers zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, Dr. Frey das Recht der freien Meinungsäußerung und dem DSZ-Verlag das Recht der Zeitungsherausgabe entziehen zu lassen, ist ein Frontalangriff gegen die Pressefreiheit Wenn Minister Benda in diesem über Jahre gehenden Musterprozeß durchkäme – was nach Sach- und Rechtslage ausgeschlossen ist –, so hätten wir damit einen faschistischen Staat. Jede den jeweils Mächtigen mißliebige und von der „Reichseinheitsmeinung“ abweichende Stimme könnte dann nach Belieben ausgeschaltet werden. Wir wären wieder da, wo wir 1945 aufgehört haben, mit dem einzigen Unterschied, daß ausländische Einflüsse den Ton angäben. Unser Kampf für die Pressefreiheit geht deshalb jeden an, der einen demokratischen Rechtsstaat bejaht
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Herzlichen Dank
Ihr DSZ-Verlag
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WER ist SCHULD an HITLER?S.7
DEUTSCHE
National Zeitung
UND SOLDATEN-ZEITUNG
19. Jahrgang / Nr. 13 / 28. März 1969
R2296C
Notweg der 131er
Einzelpreis 90 Pfennig
China - unser Schicksal / Sternstunde für Deutschland - S.5
Regiert Israel in Deutschland?
Darum soll NATIONAL-ZEITUNG verboten werden
Am Donnerstag vergangener Woche wurde das hundertundsoundsovielte Strafverfahren gegen National-Zeitung und Dr. Frey eingestellt Der zuständige Oberstaatsanwalt erklärte zur Begründung öffentlich, da Dr. Frey auch mit seinem Aufsatz „Verbrecherstaat Israel will uns Moral lehren" gegen keinerlei Bestimmungen des deutschen Strafrechts verstoßen habe, sehe sich die Justiz außerstande, eine Strafverfolgung durchzuführen. Dessen un-
geachtet ließ Bundesinnenminister Benda am selben Tag beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Klage einreichen, wonach Dr. Frey die Grundrechte, auf Meinungs- und Pressefreiheit, des Wahlrechts und der Wählbarkeit sowie der Ausübung öffentlicher Ämter verlieren soll, während sein Grundrecht auf Eigentum weitgehend eingeschränkt würde. Der DSZ-Verlag soll aufgelöst, also entschädigungslos enteig-
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Dr. Frey ins KZ?
Benda im Dienste
Israels
Was ein KZ ist, weiß jeder; was ein VHL ist, ist noch weithin unbekannt, aber Dr. Frey dürfte gute Chancen haben, als erster Bundesbürger ein VHL von innen zu erleben — ein Vorbeugehaftlager nämlich. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man liest, was der Bundesinnenminister mit seinem nunmehr — nach über sechs Wochen psycho- logischer Kriegführung gegen die NATIONAL-ZEITUNG durch Massenmedien — in Karlsruhe eingegangenen Verbotsantrag alles erreichen will.
Nicht nur, daß Dr. Frey keine Meinung mehr äußern darf, weder in Wort und Schrift, nicht nur, daß der DSZ-Verlag „aufgelöst“, also entschädigungslos enteignet werden soll, er darf auch, geht es nach dem Willen Bendas, weder wählen noch gewählt werden, kein öffentliches Amt bekleiden und sei es das harmlose eines Gemeinderates in Hintertupfingen.
Grobes Geschütz, das der Verfassungsminister da auffährt und warum eigentlich? Hat Frey zu Raub, Mord, Brandschatzung, öffentlicher Unzucht aufgerufen? Hat er Hakenkreuzfahnen oder Hammer und Sichel gehißt? Hat er gar etwa im Dritten Reich als Ribbentrops Rundfunkhetzer gewirkt? Kein Wort von alledem. Er hat eine Meinung. Zugegeben, eine unbequeme und nicht überall geteilte Meinung. Aber seit wann ist es ein Verbrechen, in der Demokratie eine von der des Verfassungsministers und des israelischen Botschafters abweichende Meinung zu haben?
Das Gesamtbild dieser Zeitung soll die freiheitlich-demokratische Grundordnung erschüttern. Daran ist natürlich kein Wort wahr und man dürfte das in Bonn selbst wissen. Aber es geht offensichtlich darum, ein Plus an Fleißpunkten gegenüber der ausländischen Lobby zu schaffen, die aus durchaus bekannten Gründen die NATIONAL-ZEITUNG zum Erliegen bringen möchte.
Reiner Zufall ist es natürlich nur, daß der Verbotsantrag, von Herrn Benda seit langem ausposaunt, an dem Tag eingereicht wurde, an dem eine Delegation des israelischen Parlaments, der Knesseth, in Bonn eintraf.
Es gehe nunmehr gegen den „literarischen Antisemitismus“, verkündet ein Provinzblättchen. Hat man also Herrn Dr. Globke angeklagt, der dem literarischen, politischen und brutalen Antisemitismus
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Lieber und verehrter Leser!
Am 20. März hat der Präsident der Deutsch- Israelischen Gesellschaft und Bundesinnenminister Benda beim Bundesverfassungsgericht Antrag gestellt, dem Herausgeber dieser Zeitung folgende Grundrechte entziehen zu lassen: Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Wahlrecht, Wählbarkeit und die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden. Eine Zeitung soll Dr. Frey nicht mehr herausgeben dürfen, der DSZ-Verlag soll ihm enteignet werden.
Wenn auch an die Einweisung Dr. Freys in ein KZ noch nicht gedacht ist, so stehen doch alle Zeichen für Rechtsstaat und Demokratie auf Sturm. Ganz allein auf uns gestellt, kämpfen wir gegen eine gewaltige Übermacht. Wenn Sie wollen, daß das Recht siegt gegen die Macht und gegen allen ausländischen Druck, dann müssen Sie jetzt zu uns halten durch die Tat.
Sie geben uns die größte Hilfe, indem Sie die NATIONAL-ZEITUNG oder eine ihrer Nebenausgaben für sich oder andere abonnieren (Bestellschein Seite 3) oder uns neue Abonnenten (gegen Bar- oder Buchprämie) werben.
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Schließlich noch eines: Von dieser Ausgabe müssen so viele Exemplare wie nur möglich unters Volk kommen. Kaufen Sie im Zeitungshandel jene Anzahl, die in Ihren Kräften steht, und verteilen sie diese Exemplare.
Es geht um das Recht unseres deutschen Volkes.
Herzlichen Dank
Ihr DSZ-Verlag
Alles für Israel
Das Grundgesetz der Golda Meir
Israels neuer Premier
[Bild 1] <- GOLDA MEIR
VERRAT an BERLIN
Doppelte Moral des Klaus Schütz
Schizophrener, geschmackloser und würdeloser geht es wohl nicht mehr: Der als „Mörder“ verunglimpfte Regierende Bürgermeister Schütz verleiht seinem Beleidiger, dem Ostberliner Kommunisten Biermann, den Kunstpreis der Stadt Berlin in Höhe von 10 000 Mark. Entgegengenommen werden die hohe Auszeichnung und das Geld von dem Westberliner Verleger Wagenbach, gegen den Schütz wegen Veröffentlichung des verunglimpfenden Biermann-Gedichtes ein Gerichtsverfahren angestrengt hat. Der Verleger seinerseits wartet mit einem Schreiben seines kommunistischen Schützlings auf: „Der Preis gehört mir, das Geld gehört natürlich der APO. Ich bestimme, daß es dem Rechtsanwalt Horst Mahler zur Verfügung gestellt wird.“ So geschehen am 18. März. 1969 in einer von Tumulten und Schlägereien „umrahmten“ Feierstunde in der berühmten Eichengalerie des Charlottenburger Schlosses.
Zur „Rechtfertigung“ seines skandalösen Verhaltens gibt sich Klaus Schütz ganz „liberal“. „Der Staat hat nicht die Aufgabe, bestimmte Richtungen zu fördern oder zu unterdrücken... Hier wird nicht politisches Wohlverhalten, sondern die künstlerische Leistung ausgezeichnet.“ Die künstlerische Leistung des Ostberliner „Lyrikers“ Wolf Biermann in dem Bänkelgesang „Drei Kugeln auf Rudi Dutschke,,:
„Des zweiten Schusses S c h ü t z e
Im Schöneberger Haus
Sein Mund war ja die Mündung
Da kam die Kugel raus.
Ach Deutschland, deine Mörder!“
Rein „künstlerisch“ gibt der Ostberliner Barde auch eindeutige Tips für die Westberliner APO:
„Es haben die paar Herren
So viel schon umgebracht.
Statt daß sie euch zerbrechen,
Zerbrecht jetzt ihre Macht!“
Der Jury gehörten der Berliner Literatur-Professor Peter Szondi, der Tübinger Professor Walter Jens und der Publizist Robert H. Wiegenstein an, der auch die Laudatio auf Biermann hielt. Er meinte, Theodor Fontane, nach dem der Literaturpreis benannt ist, hätte dem Autor „gewiß gern zugehört“. Eine reichlich kühne Behauptung, wenn man berücksichtigt, daß
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Deutscher Bauer
unabhängig Die neue Grüne Front überparteilich
Das ist die Monatszeitung des Bauern- und Mittelstandes.
In dieser Woche neu und an jeder Zeitungsverkaufsstelle erhältlich.
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Jahrespreis DM 10,-
DNZ, 07.02.1969, S.1, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin (apabiz).
DNZ, 14.02.1969, S.1, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin (apabiz).
DNZ, 28.03.1969, S.1, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin (apabiz).