Die Neonazi-Militanten Odfried Hepp und Walther Kexel plädieren 1982 für eine Neuausrichtung rechtsextremer Politik: Der „Hitlerkult“ sei zu überwinden und ein „antiimperialistischer Befreiungskampf“ zusammen mit anderen Kräften einzuleiten.
Holocaustleugnung – das war der Kern der Aktionen des Kampfbundes deutscher Soldaten. Sein Gründer, der Neonazi Erwin Schönborn, versuchte seit 1975 mit einem provokanten Flugblatt, erinnerungskulturelle Debatten und KZ-Prozesse zu beeinflussen.
Der militante Rechtsradikale Karl-Heinz Hoffmann argumentiert in einem Artikel der Zeitschrift seiner Wehrsportgruppe antisemitisch. Eineinhalb Jahre später ermordet einer seiner engen Vertrauten den im Artikel erwähnten jüdischen Verleger Shlomo Lewin.
Mehr als 30 Jahre lang veranstaltete die Wiking-Jugend die „Tage volkstreuer Jugend“. Die jährlichen Pfingsttreffen dienten der paramilitärischen und völkisch-nationalistischen Erziehung von mutmaßlich mehreren Tausend Kindern und Jugendlichen.