Parkwächter bei Reinigungsarbeiten am Kriegerdenkmal im Lietzenseepark, 6. Januar 1960, Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bild 6/FOTB040230, Fotograf: Alois Bankhardt.
Parkwächter bei Reinigungsarbeiten am Kriegerdenkmal im Lietzenseepark, 6. Januar 1960, Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bild 6/FOTB040230, Fotograf: Alois Bankhardt.
Die politischen Organisationen der radikalen Rechten blühen Anfang der 1950er Jahre neu auf, verlieren dann aber zunehmend an Bedeutung. Repressive Maßnahmen wie das SRP-Verbot 1952 und die Verhaftungen bei der „Naumann-Verschwörung“ tragen zu dieser Ausgrenzung bei. Die nationalneutralistische Haltung der meisten rechtsradikalen Parteien isoliert sie in der deutschen Gesellschaft. Im Zeichen des Antikommunismus unterstützen die Wähler mehrheitlich Adenauers Westbindungs-Kurs.
Daneben entsteht ein breites Geflecht von Vereinen und informellen Netzwerken am rechten Rand. Soldaten- und Kulturgemeinschaften pflegen rechtsradikale Ideologien und Praktiken. Sie bilden eine Brücke zur breiteren Gesellschaft und in benachbarte konservative Milieus. Jugendverbände schließen sich zu einem Dachverband zusammen. Zeitschriften und Verlage verbreiten die Botschaften der radikalen Rechten. Einige Akteure suchen Anschluss an nationalistische Bewegungen in Europa. Besonders eine deutsch-französische Partnerschaft der radikalen Rechten wird angestrebt.