1950–1959

Bild
Hakenkreuzwelle
Bildbeschreibung/Copyright

Parkwächter bei Reinigungsarbeiten am Kriegerdenkmal im Lietzenseepark, 6. Januar 1960, Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bild 6/FOTB040230, Fotograf: Alois Bankhardt.
 

Die politischen Organisationen der radikalen Rechten blühen Anfang der 1950er Jahre neu auf, verlieren dann aber zunehmend an Bedeutung. Repressive Maßnahmen wie das SRP-Verbot 1952 und die Verhaftungen bei der „Naumann-Verschwörung“ tragen zu dieser Ausgrenzung bei. Die nationalneutralistische Haltung der meisten rechtsradikalen Parteien isoliert sie in der deutschen Gesellschaft. Im Zeichen des Antikommunismus unterstützen die Wähler mehrheitlich Adenauers Westbindungs-Kurs. 

Daneben entsteht ein breites Geflecht von Vereinen und informellen Netzwerken am rechten Rand. Soldaten- und Kulturgemeinschaften pflegen rechtsradikale Ideologien und Praktiken. Sie bilden eine Brücke zur breiteren Gesellschaft und in benachbarte konservative Milieus. Jugendverbände schließen sich zu einem Dachverband zusammen. Zeitschriften und Verlage verbreiten die Botschaften der radikalen Rechten. Einige Akteure suchen Anschluss an nationalistische Bewegungen in Europa. Besonders eine deutsch-französische Partnerschaft der radikalen Rechten wird angestrebt.  

Europa-Enthusiasmus in rechtsradikal:
Maurice Bardèches Weg nach vorn

Jahr
1952
Quelle
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Cover: Maurice Bardeche, Der Weg nach vorn

Das ideologisch prägende nationalistische Programm der Europäischen Sozialen Bewegung in der Fassung von Maurice Bardèche erscheint im Verlag von Karl-Heinz Priester. Hinter der Übersetzung steht ein international-publizistisches Netzwerk ehemaliger Nationalsozialisten und Faschisten.

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Eine rechte Verschwörung und ihre publizistische Leugnung:
Unrecht im Rechtsstaat von Friedrich Grimm

Jahr
1957
Autor*innen
Quelle
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Titel Grimm, Unrecht im Rechtsstaat

Britisches Eingreifen zerschlug 1953 ein konspiratives Netzwerk, das eine nationalistische Sammlungspartei schaffen wollte. Grimm leugnet in seiner Schrift, dass es eine solche Verschwörung, an der er selbst teilhatte, je gegeben habe.

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Versuche zur Sammlung:
Der „Allgemeine Kongreß nationaler deutscher Jugendverbände“ in Köln 1955

Jahr
1955
Autor*innen
Quelle
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Schreiben Vorbereitungsausschuss (Bl. 1)

Mitte der 1950er-Jahre schließen sich verschiedene rechtsextreme und völkische Jugendgruppen aus Deutschland und Österreich zum Kameradschaftsring Nationaler Jugendverbände (KNJ) zusammen, um gemeinsam eine größere Wirkung zu entfalten.

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