Die "Eselsmasken-Aktion" am 20.05.1978 in Hamburg (Foto: Alwin Meyer).
Die "Eselsmasken-Aktion" am 20.05.1978 in Hamburg (Foto: Alwin Meyer).
Nachdem die NPD bei der Bundestagswahl 1969 knapp scheiterte, entstehen 1970 mit der „Aktion Widerstand“ radikalere Protestformen gegen die sozialliberale Regierung, insbesondere gegen ihre Ostpolitik. Neonazi-Gruppen verunsichern die Öffentlichkeit, und eine junge Generation besonders militanter Aktivisten bereitet sich auf Gewalttaten und Terrorakte vor. Der Holocaust wird aggressiver geleugnet als zuvor, Gedenkorte angegriffen, Zeitzeugen lächerlich gemacht. Andere Aktivisten erproben neue Wege. Die NPD-Parteijugend „Junge Nationaldemokraten“ produziert Schülerzeitungen, die sich dem Geschmack und den Lesegewohnheiten der jungen Generation anpassen. Fremdenfeindliche Stimmungslagen werden aufgegriffen. Vor allem in der zweiten Hälfte der 1970er begründen rassistische Lesarten der „Migrationsdebatte“ ein neues zentrales Kampagnenthema: Die „Ausländerfrage“.