Wahlplakat der NPD zur Bundestagswahl 1969, das ihren Parteivorsitzenden Adolf von Thadden zeigt (mit Kommentaren des politischen Gegners) (Foto: Detlef Gräfingholt, Bundesarchiv, B 145 Bild-00018966).
Wahlplakat der NPD zur Bundestagswahl 1969, das ihren Parteivorsitzenden Adolf von Thadden zeigt (mit Kommentaren des politischen Gegners) (Foto: Detlef Gräfingholt, Bundesarchiv, B 145 Bild-00018966).
Die 1960er sind von gesellschaftlichem und politischem Wandel geprägt. Kritische Perspektiven auf die jüngste Vergangenheit stellen rechtsradikale Narrative in Frage. Auch der Rechtsradikalismus verändert sich. Die 1964 gegründete NPD zieht in fast alle Landtage ein und wird so zum neuen Zentrum. Die NPD akzeptiert die Demokratie formal, um ein Verbot zu umgehen, aber autoritäre Staatskonzepte, Geschichtsrevisionismus und die Ablehnung der Liberalisierung prägen ihre Programmatik. Jugendverbände wie die Wiking-Jugend erziehen zu Kampf und Härte. Neue Formen terroristischer Gewalt kommen erst in Südtirol, am Ende des Jahrzehnts auch in Deutschland auf. Einige Rechtsradikale fordern unter dem Eindruck der linken APO „Von der Linken lernen“, was die Formierung einer Neuen Rechten vorbereitet.