Feindbild Günter Grass:
Die Offenen Briefe des DKEG an den Bundespräsidenten Heinrich Lübke

Jahr
1967
Bild
DKEG-Brief

Das Deutsche Kulturwerk europäischen Geistes e.V. nutzte 1967 die Berufung von Günter Grass in den „Kunstausschuss“ für die Olympischen Spiele 1972, um die verhasste gesellschaftliche und kulturelle Liberalisierung in der Bundesrepublik anzugreifen.

Als der Schriftsteller Günter Grass im Sommer 1967 in den „Kunstausschuss“ für die Olympischen Spiele in München 1972 berufen wurde, löste dies heftige Reaktionen aufseiten der radikalen Rechten aus. Am Beispiel von zwei offenen Briefen von Herbert Böhme, Präsident des Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes e.V. (DKEG), an den Bundespräsidenten Heinrich Lübke kann gezeigt werden, wie die Feindbildproduktion der radikalen Rechten in den 1960er-Jahren funktionierte. Das DKEG prangerte die gesellschaftlichen Verhältnisse der Nachkriegsära an und bekämpfte die Demokratisierung in der Bundesrepublik. Durch Protestschreiben suchte der zeitweise einige Tausend Mitglieder zählende Verein immer wieder die Öffentlichkeit.

 

Das DKEG und sein Gründer Herbert Böhme

Das Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes e.V. wurde am 1. Mai 1950 ins Leben gerufen, nachdem die Gründung des Vereins bereits im Vorjahr bei einem Treffen „auf dem Klüt“ bei Hameln beschlossen worden war. An diesem Gründungstreffen hatten angeblich 22 Personen teilgenommen, darunter NS-Schriftsteller*innen wie Josefa Berens-Totenohl (1891–1969), Hans Friedrich Blunck (1888–1961), Heinz Schauwecker (1894–1977) und Will Vesper (1882–1962). Spiritus rector und langjähriges Gesicht des DKEG war Herbert Böhme (1907–1971). Nach einer Karriere als Schriftsteller und Kulturfunktionär im „Dritten Reich“ wurde Böhme nach 1945 ein führender Kopf und Netzwerker des nationalistischen Lagers der Bundesrepublik. Vor der Gründung des DKEG engagierte er sich in der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft. Böhme begründete auch das Periodikum Klüter Blätter und den Türmer Verlag.

Das DKEG war nicht als offenes Diskussionsforum konzipiert, sondern sollte eine elitäre, faktisch nach dem Führerprinzip hierarchisch strukturierte Organisation ohne jedes demokratische Mitbestimmungsrecht sein. Herbert Böhme galt „als die große Integrationsfigur des Kulturwerks“[1]. Sich selbst sah Böhme als geistiges Zentrum und treibende Kraft des DKEG. Er leitete den Verein bis zu seinem Tod 1971 und entwickelte eine vereinsmäßige Struktur mit Präsidium, Kuratorium, Ehrenhof und Referaten bzw. Ämtern sowie auf regionaler Ebene mit Landeswarten und Pflegstätten. Letztere bildeten das Rückgrat des DKEG. 1952 existierten bundesweit 39 und ihre Zahl stieg bis 1965 auf immerhin 49. Für die Organisation waren Pflegstättenleiter verantwortlich; sie führten Lesungen und andere Veranstaltungen durch. Das DKEG unterhielt zudem einen „Kreis der Dichter“ und einen „Kreis der bildenden Künstler“, in denen sich die mehr oder minder prominenten NS-Literat*innen und -Künstler*innen zusammenfanden. Zentrale Aufgabe des DKEG war die Durchführung turnusmäßiger Veranstaltungen, an denen oft mehrere Hundert Personen teilnahmen. Im Rahmen der vom DKEG durchgeführten „Tage deutscher Kultur“ wurden „Ehrenringe“ verliehen, die als „wandernde“ Auszeichnungen konzipiert waren und Jahr für Jahr den Träger wechseln sollten.

 

Der Kunstausschuss und die Reaktion

Am 26. April 1966 hatte das Internationale Olympische Komitee in Rom die Vergabe der XX. Olympischen Sommerspiele 1972 an die bayerische Landeshauptstadt München verkündet. Es sollten „Spiele der Musen“ werden, doch wurden sie überschattet von dem Anschlag der palästinensischen Terrorgruppierung „Schwarzer September“, bei dem elf israelische Athleten starben. Die Vorbereitung der Münchner Spiele – die ersten auf deutschem Boden seit Berlin und Garmisch-Partenkirchen 1936 – waren geprägt von Auseinandersetzungen um ihren repräsentativen Charakter. Sollten sie Aushängeschild der deutschen Nation sein oder für den antinationalistischen Gedanken der Völkerverständigung werben?

Im Oktober 1967 rief das Organisationskomitee der geplanten Spiele unter Vorsitz des Präsidenten des Deutschen Sportbundes, Willi Daume, einen „Kunstausschuss“ (auch „Ausschuss für Kultur“) ins Leben, den der Münchner Kulturreferent Herbert Hohenemser leiten sollte. Neben Persönlichkeiten wie Erich Kästner, Herbert von Karajan und Carl Zuckmayer war auch der damals 39-jährige Schriftsteller Günter Grass in das Gremium berufen worden. Am 30. September 1969 stellte die Kommission ihr Konzept vor, das sich insbesondere der Gestaltung der Eröffnungs- und Abschlussfeiern sowie des Begleitprogramms der Spiele mit Ausstellungen, Theateraufführungen sowie Gastspielen von Ensembles und Orchestern widmete. Von Folklore bis Avantgarde sollte alles geboten werden. Grass kündigte zudem eine „Lyrikolympiade“ an. Pünktlich erschien im Suhrkamp Verlag die Essaysammlung Deutsches Mosaik, die – so das Vorwort des 1969 auf Lübke folgenden Bundespräsidenten Gustav Heinemann – „den ausländischen Besuchern […] helfen [sollte], die geistige Situation Deutschlands zu verstehen.“[2] Mit einer aufwändigen Rahmengestaltung versuchte man, die Spiele von 1936, die ganz im Zeichen der NS-Propaganda gestanden hatten, vergessen zu machen.

Schon die Ernennung von Grass im Sommer 1967 hatte die radikale Rechte auf den Plan gerufen. In zwei veröffentlichten Briefen wandte sich Herbert Böhme an Bundespräsident Lübke. In dem ersten, auf den 23. August 1967 datierten Brief brachte der DKEG-Präsident angeblich stellvertretend „für viele Tausende deutscher Bürger Protest und Empörung“ zum Ausdruck. Grass betreibe „nachweisbar in seinem Schaffen Pornographie“ und „Rufmord an unserem Volke“. Um zu unterstreichen, „daß dieser Mann“ kaum geeignet sein dürfte, „den Geist Goethes und Olympias in Deutschland [zu] repräsentieren“, zitierte der Brief ausführlich Passagen aus Grass‘ umstrittenem Erfolgsroman Die Blechtrommel (1959). Böhme schloss mit der Androhung, die „Entscheidung“ des Bundespräsidenten erwarten zu wollen, bevor man „weitere Maßnahmen treffen“ würde.[3]

Auch in seinem zweiten Schreiben an Lübke verurteilte Böhme die Ernennung Grass‘ zum „Kulturbeirat“. Grass sei ein „Exponent linksgedrallter Literatur“, der „nicht der Repräsentant deutscher Dichtung vor aller Welt sein“ dürfe. „Deutschland und Olympia in einem Atemzuge mit Pornographie und Gotteslästerung bringen zu lassen, wäre ungeheuerlich“, so Böhme an Lübke.[4] Dieser ließ durch seinen Ministerialrat im Bundespräsidialamt, Franz Spath, knapp antworten, dass sich der Bundespräsident in der Angelegenheit schon mangels Zuständigkeit nicht äußern werde.[5]

Daraufhin forderte der Verein seine Mitglieder zur weiteren Verbreitung des Protestbriefes auf. Beide Schreiben waren in der turnusmäßigen DKEG-Beilage abgedruckt, die den Mitgliedern zusammen mit den von Böhme herausgebrachten Klüter Blättern beigelegt war. Wie schon beim Abdruck des ersten Schreibens enthielt auch der zweite Abdruck die Aufforderung, dem DKEG beizutreten oder zu spenden. Außerdem konnte man den vervielfältigten Text in gewünschter Stückzahl – 100 Exemplare für 6 DM – bestellen, um ihn weiter zu verteilen. So nutzte Böhme den Anlass, um bei Mitgliedern und Sympathisant*innen um finanzielle Unterstützung zu werben.

Bedeutend scheint an derlei Aktivitäten des DKEG-Präsidenten zum einen, dass man sich als bedeutend genug betrachtete, mit dem Staatsoberhaupt in Verbindung zu treten und auch noch eine – wenn auch recht verhaltene – Korrespondenz mit dessen Amt anzuzetteln. Zum anderen adressierte man immerhin einen hochrangigen Vertreter der Bundesrepublik und erkannte damit vermeintlich den deutschen Staat und die Spielregeln der Demokratie an. Letztlich jedoch war die Wirkungslosigkeit der eigenen Intervention von vornherein einkalkuliert, konnte so doch die angebliche Schwäche des demokratischen Staates vorgeführt werden.

Gleichzeitig konnte sich das DKEG durchaus aufseiten einer vermeintlich rechtschaffenen Mehrheit wähnen und sich als Stimme der Volksmeinung gerieren. Bei der moralisierenden Ablehnung der Gegenwartsliteratur trafen sich radikale und konservative Rechte. Tatsächlich nämlich bemühte sich Lübke bereits 1964 darum, die Grass-Romane Blechtrommel und Hundejahre (1963) als jugendgefährdende Schriften einzustufen.[6] Anfang 1969 war die Debatte schon so weit eskaliert, dass der CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Hudak in einer Kleinen Anfrage die Demission von Grass aus dem Ausschuss verlangte.[7]

 

Die radikale Rechte gegen Günter Grass

Im Verlauf der 1960er-Jahre war der junge Schriftsteller Günter Grass aufgrund seiner angeblich pornografischen Texte ins Fadenkreuz der radikalen wie konservativen Rechten geraten. Der Schriftsteller Bernt von Heiseler (1907–1969), der 1967 den Konrad-Adenauer-Preis der Deutschland-Stiftung e.V. erhalten hatte, klagte erfolglos gegen Grass, nachdem dieser auf einer Israel-Reise die Verleihung des Preises an von Heiseler als „Verhöhnung der lebenden und toten Juden“ gebrandmarkt hatte; der rechte Publizist Kurt Ziesel (1911–2001) bezeichnete sein Gegenüber nicht zuletzt wegen dessen Novelle Katz und Maus (1961) als „Verfasser übelster pornographischer Ferkeleien“, woraufhin Grass ihn verklagte.[8] Auch Herbert Böhme hatte sich bereits 1963 in seinen Klüter Blättern gegen das „Geschmiere“ von „Scharlatane[n]“ wie Grass und weitere Autoren seiner Generation gewandt, dessen Blechtrommel er als „widerwärtige Reportage aus dem Leben eines Minderwertigen“ verunglimpfte.[9]

Bereits in den Jahren der Weimarer Republik und schließlich im Nationalsozialismus wurden die Werke von Literaten wie Bertolt Brecht, Alfred Döblin und Lion Feuchtwanger von rechter Seite als „Asphaltliteratur“ herabgewürdigt. „Asphalt“ wird hier zur Metapher für die Großstadt, die den Menschen entwurzele, ebenso wie für die Demokratie, die nur Chaos bedeuten würde. Auch nach 1945 nutzte Böhme den Begriff, um gegen den verkümmerten, bekenntnislosen „Asphaltmensch[en]“ anzuschreiben. Der „Asphalt“ entziehe dem Menschen „den Boden unter den Füßen“ und nehme diesem seine „wirkliche Erdbezogenheit“. Der so entfremdete Mensch trage „Stöckelschuhe“ und habe ein „Stöckelherz“. Seinen „Geruch“ versuche er durch „Parfüme und Farbstifte“ zu übertünchen, so der DKEG-Präsident in eindeutig misogyner Konnotation. Schließlich habe er, der intellektuelle „Asphaltmensch“, kein „Volk“, er sei schlechterdings „heimatlos“, so Böhme in seiner Rechtfertigungsschrift Bekenntnisse eines freien Mannes (1960). Ganz klar ist, dass dieser Mensch keine Kultur im Böhmeschen Sinne in sich tragen könne. So sei „Asphalt […] der eigentliche Gleichmacher im Sog der Vermassung.“[10] Damit knüpfte Böhme an hergebrachte antisemitische Konnotationen vom „artfremden“ Literaten an. An anderer Stelle beklagte der rechte Publizist, dass sich eine „amerikanische Kultur“ über „Rest-Deutschland“ – gemeint ist die Bundesrepublik – gelegt habe.[11] Daher stellte Böhme mit dem DKEG „eine Deich- und Kampfgemeinschaft gegen diese Flutwelle von Unkultur, die sich über unser schönes Land zu ergießen droht“, entgegen.[12] Es gelte, dem Niedergang der Kultur mit der Wiederbelebung des Vergangenen zu begegnen.

Die Verve, mit der Grass vor allem von der radikalen Rechten angegriffen wurde, lässt sich aus den gesellschaftlichen Transformationen der „langen“ 1960er-Jahre heraus erklären. Besonders bedroht erschien aus rechter Perspektive die Jugend, die gleichzeitig zu einer bedrohten Generation und zu einem bedrohlichen Feindbild avancierte. Ende der 1960er-Jahre griffen die Gespenster der schulischen Sexualaufklärung ebenso wie der Pornografie („Pornowelle“) um sich. Beide wurden in regelrechten Kampagnen vehement bekämpft.

Dass gerade Günter Grass zum Feindbild der radikalen und konservativen Rechten taugte, lag nicht zuletzt an seinem Engagement für die SPD: Der Autor war zuerst 1965 und erneut 1969 für die Partei auf Wahlkampftour gegangen. 1965 war er Mitinitiator des in den Reihen der Sozialdemokratie nicht unumstrittenen „Wahlkontors“, das zur Wahl der Partei aufrief. Vier Jahre später hatte er die „Sozialdemokratische Wählerinitiative“ gegründet und wurde zum Gesicht der damaligen Prominentenkampagne für die Wahl Willy Brandts. Gleichzeitig kritisierte er Heinrich Lübke und Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger scharf dafür, dass sie ihre Verstrickung in das NS-Regime nicht ausreichend öffentlich gemacht hatten.[13] Damit hatte sich Grass in dem ebenso vertrauten wie wechselhaften Verhältnis von Schriftsteller und Politiker („Geist und Macht wandeln Händchen in Händchen“[14]) selbst ins Verhältnis gesetzt.

 

Für die radikale Rechte war Grass zur Hassfigur schlechthin geworden. Doch alles Raunen nutzte nichts: Der Schriftsteller gehörte auch weiterhin dem Ausschuss zur Ausgestaltung der Olympischen Spiele an. Die sozialliberale Bundesregierung unter Willy Brandt leitete 1969 unter dem Diktum des „Mehr Demokratie wagen“ einen politischen Wandel ein. Und Gustav Heinemann löste als integrer „Bürgerpräsident“ Lübke im Amt ab.

Indes hatte die erst 1964 gegründete Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) bei der Wahl denkbar knapp den Einzug in den Bundestag verpasst. Es war ihr nicht gelungen, eine Balance zwischen dem „angepaßten Faschismus“ der Postfaschisten und den „SA-Methoden“ der Neofaschisten zu finden; gleichzeitig übernahmen CSU und Teile der CDU die Aussagen der NPD „bis zur Austauschbarkeit“ und konnten so das Wählerpotenzial besser abschöpfen.[15] Die Bundesrepublik hatte sich scheinbar „als wetterfest gegenüber rechtsradikalen Bestrebungen“ erwiesen.[16]


 


[1] Peter Dudek/Hans-Gerd Jaschke, Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zur Tradition einer besonderen politischen Kultur, Bd. 1, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1984, S. 44.

[2] Gustav Heinemann, in: Deutsches Mosaik. Ein Lesebuch für Zeitgenossen, Frankfurt a.M. 1972, o.S.

[3] Unser Brief an den Bundespräsidenten! (23.8.1967), in: Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes, 7. Brief, S. 25–27 [= Beilage zu: Klüter Blätter 18 (1967), H. 10].

[4] Zweiter Brief an den Herrn Bundespräsidenten! (26.10.1967), in: Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes, 8. Brief, S. 61 [= Beilage zu: Klüter Blätter 18 (1967), H. 11/12].

[5] Abdruck des Antwortschreibens vom 19.9.1967, in: ebd., S. 62.

[6] Rudolf Morsey, Heinrich Lübke. Eine politische Biographie, Paderborn u.a.: Schöningh, 1996, S. 320f.

[7] Harro Zimmermann, Günter Grass unter den Deutschen. Chronik eines Verhältnisses, Göttingen: Steidl, 2006, S. 267f.

[8] Kunst oder Pornographie? Der Prozeß Grass gegen Ziesel. Eine Dokumentation, München: J.F. Lehmann, 1969. Siehe auch Zimmermann, Günter Grass, S. 110 u. 267.

[9] Herbert Böhme, Jetzt ist es genug des grausamen Spiels, in: Klüter Blätter 13 (1967), H. 8/9, S. 45–47, hier S. 45f.

[10] Herbert Böhme, Bekenntnisse eines freien Mannes, München-Lochham: Türmer, 1960, S. 40f. u. 302. Siehe auch Eintrag „Asphalt“, in: Cornelia Schmitz-Berning, Vokabular des Nationalsozialismus, 2., durchges. u. überarb. Aufl., Berlin/New York: De Gruyter, 2007, S. 71–73.

[11] Herbert Böhme, Dankesrede für den Schillerpreis 1971, in: Herbert Böhme. Schillerpreis des deutschen Volkes 1971. Festschrift, hg. v. Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes, Nachdruck, Lochham b. München: Das Deutsche Kulturwerk, 1977, S. 15–21, hier S. 17.

[12] Der Pflegstättenleiter, 4/1970, Juni 1970, Stadtarchiv München, KOE-DEUK, Böhme, Herbert, unverzeichnet, unpag.

[13] Bernd Faulenbach, Das sozialdemokratische Jahrzehnt. Von der Reformeuphorie zur Neuen Unübersichtlichkeit. Die SPD 1969–1982, Bonn: Dietz, 2011, S. 53–55; Morsey, Heinrich Lübke, S. 552, Fn. 90; Norbert Frei, Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit 1949–1994, München: C.H. Beck, 2023, S. 170–176; Daniela Münkel, Trommeln für die SPD. Die Sozialdemokratische Wählerinitiative (SWI), in: Kai Schlüter (Hg.), Günter Grass auf Tour für Willy Brandt. Die legendäre Wahlkampfreise 1969, Berlin: Links, 2011, S. 190–223.

[14] Günter Grass, Vom mangelnden Selbstvertrauen der schreibenden Hofnarren unter Berücksichtigung nicht vorhandener Höfe (1969), in: Deutsches Mosaik, S. 384–390, hier S. 387.

[15] Lutz Niethammer, Integration und „Widerstand“. Die NPD und die Umgruppierung der Rechten, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 22 (1971), S. 136–153, hier S. 140.

[16] Konrad Jarausch, Die Umkehr. Deutsche Wandlungen 1945–1995, München: DVA, 2004, S. 196.

Digital Object Identifier
2981
Auswahlbibliografie
  • Sebastian Bischoff, Wa(h)re Sexualität. Antikapitalismus von rechts in den bundesrepublikanischen Pornografie-Debatten um 1970, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 70 (2022), H. 11, S. 928–945.

  • Peter Dudek/Hans-Gerd Jaschke, Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zur Tradition einer besonderen politischen Kultur, Bd. 1, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1984.

  • Norbert Frei, Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit 1949–1994, München: C.H. Beck, 2023.

  • Lutz Niethammer, Angepaßter Faschismus. Politische Praxis der NPD, Frankfurt a.M.: Fischer, 1969.

  • Mattes Schmerdtmann, Das Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes (1950–1996). Porträt eines völkischen Kulturvereins und seiner Schriften. Paderborn: Brill | Schöningh, 2024.

Erscheinungsdatum

Chronologie

Publikationsorgane

Zitationsempfehlung

Yves Müller, Feindbild Günter Grass: Die Offenen Briefe des DKEG an den Bundespräsidenten Heinrich Lübke, in: Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000. Eine kommentierte Online-Quellensammlung, 28.11.2025, https://radikale-rechte.de/comment/021-mueller-dkeg-briefe, https://doi.org/10.14765/zzf.dok-2981.

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