Staat und Gesellschaft

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Polizei und Antifa-Demo
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Antifa-Demo gegen den Bundesparteitag der NPD in Rahden, b. Minden. Die gewaltfreien Demonstranten werden von der Polizei aus nächster Nähe mit Reizgas attackiert, 11. Februar 1989 (Foto: Martin Langer, Deutsche Fotothek).

Die Radikale Rechte bekämpft die demokratische Ordnung, ist aber gezwungen, in ihrem Rahmen zu agieren, um Verbote zu umgehen. Auch gesellschaftlicher Wandel – etwa der Geschlechterrollen – fordert sie heraus.

Die extreme Rechte und ihre Abwehr der Erinnerung. Die „Holocaust international“-Ausgabe der MUT aus dem Januar 1979.

Jahr
1979
Autor*innen
Quelle
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Titelblatt der Zeitschrift Mut mit Wasserzeichen "Indiziert"

Die Zeitschrift MUT radikalisierte sich im Lauf der 1970er-Jahre zu einer der wichtigsten Publikationen der rechten Szene. Die Januar-Ausgabe 1979, die auf die Ausstrahlung der TV-Serie Holocaust reagierte, wurde wegen Holocaust-Leugnung indiziert.

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Verwirkte Grundrechte?
Zum Wandel rechter Agitationsstrategien anhand der Reaktion der National-Zeitung auf einen Antrag der Bundesregierung (1969)

Jahr
1969
Autor*innen
Quelle
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Titelseite der Deutschen National-Zeitung

1969 stellte die Bundesregierung gegen den Verleger Gerhard Frey einen Grundrechtsverwirkungsantrag. Die heftigen Reaktionen seiner National-Zeitung zeigen einen Wandel rechter Agitationsstrategien auf, dessen Folgen wir noch heute spüren.

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Rechter Populismus unter alliierter Besatzung:
Alfred Loritz im Bayerischen Landtag, 16. Dezember 1946

Jahr
1946
Autor*innen
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Stenografischer Bericht

Bereits kurz nach Kriegsende erlebte im besetzten Bayern der rechte Populismus, den es schon in der Weimarer Republik gegeben hatte, in der Person von Alfred Loritz, dem Chef der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung (WAV), eine erste Renaissance.

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Eine rechte Verschwörung und ihre publizistische Leugnung:
Unrecht im Rechtsstaat von Friedrich Grimm

Jahr
1957
Autor*innen
Quelle
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Titel Grimm, Unrecht im Rechtsstaat

Britisches Eingreifen zerschlug 1953 ein konspiratives Netzwerk, das eine nationalistische Sammlungspartei schaffen wollte. Grimm leugnet in seiner Schrift, dass es eine solche Verschwörung, an der er selbst teilhatte, je gegeben habe.

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Weiblicher Machtanspruch in der NPD:
Ein Brief von Gertraude Winkelvoß an Adolf von Thadden

Jahr
1967
Autor*innen
Quelle
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Brief von Gertraude Winkelvoss an den NPD-Vorsitzenden Adolf von Thadden
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Brief von Gertraude Winkelvoß an Adolf von Thadden, o.O. 9.2.1967 (Hervorhebungen im Original), Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover, Kleine Erwerbungen, Nr. 39 (alte Signatur: A6, Nr. 3).

Gertraude Winkelvoß, eine der profiliertesten Nationaldemokratinnen der Anfangszeit der Partei, fordert mehr Handlungsmacht für Frauen in der männlich dominierten extremen Rechten. Ihr Brief an den NPD-Landesvorsitzenden Adolf von Thadden zeigt dies eindrücklich.

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Transnationaler Rechtsterrorismus im Kalten Krieg:
Das Urteil des Obersten Gerichts der DDR gegen Herbert Kühn

Jahr
1964
Autor*innen
Quelle
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Abdruck der Urteilsbegründung (S. 175)

Das Urteil gegen den Bundesbürger Herbert Kühn ist Ausdruck der Instrumentalisierung der DDR-Justiz im Ost-West-Konflikt, wirft aber auch ein Schlaglicht auf die Betätigung deutscher Rechtsextremisten in den 1960er-Jahren in Südtirol, die bis in die DDR reichten.

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