Gewalt

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Zerstörte Fesnster und Brandspuren nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen im August 1992
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Rostock-Lichtenhagen, August 1992 (Foto: Umbruch-Bildarchiv).

Gewalt zählt zu den wichtigsten Aktionsformen der Radikalen Rechten. Sie reicht von Gewaltaufrufen und Wehrsport über rassistische Gelegenheitstaten und Pogrome bis zu terroristischen Anschlägen. 

Ein Grundstein des deutschen Rechtsrocks:
Böhse Onkelz – „Türken raus“

Jahr
1981
Autor*innen
Quelle

Das Lied „Türken raus“, 1981 erstmals aufgenommen, prägte lange das Image der Böhsen Onkelz als Speerspitze der Skinheadszene der frühen 1980er-Jahre. Die frühen Veröffentlichungen der Band bilden den Grundstein für das, was heute als Rechtsrock gilt.

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Kampf um das Stadion
Aufruf zur Störung des Fußball-Länderspiels Bundesrepublik Deutschland vs. Türkei

Jahr
1983
Autor*innen
Quelle
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Rundschreiben

Der Aufruf vom Mai 1983 ist ein zentrales frühes Beispiel für die Einflussnahme neonazistischer Gruppen auf Fanszenen des (Profi-)Fußballs. Dessen öffentlichkeitswirksame Bühne wird bis heute gezielt genutzt, um rassistische Propaganda zu verbreiten.

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Vom „Führer von Berlin“ zum Medienstar:
Ingo Hasselbachs Die Abrechnung

Jahr
1993
Autor*innen
Quelle
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Hasselbach, Abrechnung

Kurz nach dem öffentlichen Ausstieg aus der Neonaziszene publiziert der sogenannte „Führer von Berlin“, Ingo Hasselbach, 1993 seine Biografie. Das Buch veranschaulicht gesellschaftliche Deutungsmuster gegenüber organisierten Rechten in den 1990er-Jahren.

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Kampf um Deutungshoheiten:
Die „Rechenschaft“ des Rechtsterroristen Manfred Roeder

Jahr
1980
Autor*innen
Quelle
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Cover Bauernschaft

Während seiner Inhaftierung 1980 versucht der Rechtsterrorist Manfred Roeder, in einem Artikel für eine Zeitschrift der rechtsextremen Szene seine politische Radikalisierung zu rechtfertigen.

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Bomben gegen das US-Imperium:
Abschied vom Hitlerismus

Jahr
1982
Autor*innen
Quelle
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Hepp-Kexel-Papier

Die Neonazi-Militanten Odfried Hepp und Walther Kexel plädieren 1982 für eine Neuausrichtung rechtsextremer Politik: Der „Hitlerkult“ sei zu überwinden und ein „antiimperialistischer Befreiungskampf“ zusammen mit anderen Kräften einzuleiten.

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Inszenierung des Unpolitischen:
Ein antisemitischer Artikel in der Zeitschrift Kommando der Wehrsportgruppe Hoffmann

Jahr
1979
Autor*innen
Quelle
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Titelseite Kommando 1 (1979), Nr. 2

Der militante Rechtsradikale Karl-Heinz Hoffmann argumentiert in einem Artikel der Zeitschrift seiner Wehrsportgruppe antisemitisch. Eineinhalb Jahre später ermordet einer seiner engen Vertrauten den im Artikel erwähnten jüdischen Verleger Shlomo Lewin.

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Tage der Gewalt und völkischen Indoktrination:
Das Informationsheft der Wiking-Jugend zum 14. Pfingsttreffen nationaler Jugend

Jahr
1968
Autor*innen
Quelle
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Informationsheft der Wiking-Jugend zum 14. Pfingsttreffen 1968 (S. 1)

Mehr als 30 Jahre lang veranstaltete die Wiking-Jugend die „Tage volkstreuer Jugend“. Die jährlichen Pfingsttreffen dienten der paramilitärischen und völkisch-nationalistischen Erziehung von mutmaßlich mehreren Tausend Kindern und Jugendlichen.

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Transnationaler Rechtsterrorismus im Kalten Krieg:
Das Urteil des Obersten Gerichts der DDR gegen Herbert Kühn

Jahr
1964
Autor*innen
Quelle
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Abdruck der Urteilsbegründung (S. 175)

Das Urteil gegen den Bundesbürger Herbert Kühn ist Ausdruck der Instrumentalisierung der DDR-Justiz im Ost-West-Konflikt, wirft aber auch ein Schlaglicht auf die Betätigung deutscher Rechtsextremisten in den 1960er-Jahren in Südtirol, die bis in die DDR reichten.

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Der Beginn des Rechtsterrorismus:
Mordversuch am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin

Jahr
1970
Autor*innen
Quelle
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Bekennerschreiben der Europäischen Befreiungsfront abgedruckt im Berliner Extra-Dienst

Am 7. November 1970 schießt der Berliner Neonazi Ekkehard Weil auf den sowjetischen Wachsoldaten Ivan Shcherbak. Ein Bekennerschreiben markiert die Tat als Auftakt zum organisierten Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik.

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