Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

Die extreme Rechte und ihre Abwehr der Erinnerung. Die „Holocaust international“-Ausgabe der MUT aus dem Januar 1979.

Jahr
1979
Autor*innen
Quelle
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Titelblatt der Zeitschrift Mut mit Wasserzeichen "Indiziert"

Die Zeitschrift MUT radikalisierte sich im Lauf der 1970er-Jahre zu einer der wichtigsten Publikationen der rechten Szene. Die Januar-Ausgabe 1979, die auf die Ausstrahlung der TV-Serie Holocaust reagierte, wurde wegen Holocaust-Leugnung indiziert.

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Ein Grundstein des deutschen Rechtsrocks:
Böhse Onkelz – „Türken raus“

Jahr
1981
Autor*innen
Quelle

Das Lied „Türken raus“, 1981 erstmals aufgenommen, prägte lange das Image der Böhsen Onkelz als Speerspitze der Skinheadszene der frühen 1980er-Jahre. Die frühen Veröffentlichungen der Band bilden den Grundstein für das, was heute als Rechtsrock gilt.

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Feindbild Günter Grass:
Die Offenen Briefe des DKEG an den Bundespräsidenten Heinrich Lübke

Jahr
1967
Autor*innen
Quelle
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DKEG-Brief

Das Deutsche Kulturwerk europäischen Geistes e.V. nutzte 1967 die Berufung von Günter Grass in den „Kunstausschuss“ für die Olympischen Spiele 1972, um die verhasste gesellschaftliche und kulturelle Liberalisierung in der Bundesrepublik anzugreifen.

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Die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit (HIAG) und die Apologie der Waffen-SS:
Paul Haussers Buchpublikation Soldaten wie andere auch

Jahr
1966
Autor*innen
Quelle
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Cover Hausser, Soldaten

Einer der wichtigsten Apologeten der Waffen-SS in der Bundesrepublik war der vormalige Kommandeur Paul Hausser. Mit seiner paradigmatischen Veröffentlichung beabsichtigte er, die Waffen-SS zu entpolitisieren und von NS-Verbrechen freizusprechen.

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Angriff auf die NS-Aufarbeitung:
Ein Flugblatt vom neonazistischen Kampfbund deutscher Soldaten

Jahr
1977
Autor*innen
Quelle
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KDS-Flugblatt

Holocaustleugnung – das war der Kern der Aktionen des Kampfbundes deutscher Soldaten. Sein Gründer, der Neonazi Erwin Schönborn, versuchte seit 1975 mit einem provokanten Flugblatt, erinnerungskulturelle Debatten und KZ-Prozesse zu beeinflussen.

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Rechter Populismus unter alliierter Besatzung:
Alfred Loritz im Bayerischen Landtag, 16. Dezember 1946

Jahr
1946
Autor*innen
Quelle
Bild
Stenografischer Bericht

Bereits kurz nach Kriegsende erlebte im besetzten Bayern der rechte Populismus, den es schon in der Weimarer Republik gegeben hatte, in der Person von Alfred Loritz, dem Chef der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung (WAV), eine erste Renaissance.

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Das Collegium Humanum als Bildungsstätte der extremen Rechten:
Die Einladung zur Vorbereitung der Feier zum 100. Geburtstag Hitlers

Jahr
1984
Autor*innen
Quelle
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Rundschreiben Malcoci, KAH

Das Collegium Humanum unter der Leitung von Werner Haverbeck war ein wichtiger Tagungsort der Umweltbewegung. Das Vorbereitungstreffen zu Hitlers 100. Geburtstag zeigte aber, dass es gleichzeitig als Bildungsstätte der extremen Rechten fungierte.

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Neues im Köcher nationalistischer Methoden:
Die Schülerzeitung Der Pfeil

Jahr
1976
Autor*innen
Quelle
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Titelseite Der Pfeil 2/1976

Ab Ende der 1970er-Jahre setzten Rechte Schülerzeitungen in großem Stil als propagandistisches Mittel ein. Anhand der frühen NPD-Jugend-Zeitung Der Pfeil lassen sich neue Rekrutierungstechniken sowie das Verhältnis rechter Jugendlicher zu Medientrends und Popkultur aufzeigen.

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Renovierte Propaganda:
Thora Ruths Leserbrief „Die besseren Argumente“

Jahr
1973
Autor*innen
Quelle
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Titelseite La Plata Ruf

In einem Leserbrief fordert die 20-jährige Studentin Thora Ruth 1973 eine zeitgemäße Kommunikationsstrategie für die äußerste Rechte: Das politische Vokabular müsse sich verändern, um völkisches Denken in möglichst vielen Köpfen zu verankern.

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Ideologisierung und Personalisierung rechter Programmatik:
Das Siegburger Manifest der Partei Die Republikaner

Jahr
1985
Autor*innen
Quelle
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Siegburger Manifest (S. 1)

Mit dem Siegburger Manifest verabschiedeten die 1983 gegründeten Republikaner ihr zweites Programm. Es zeichnete sich besonders durch eine verstärkte neurechte Ideologisierung und Personalisierung unter dem neuen Vorsitzenden Franz Schönhuber aus.

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