Ideologie und Publikationen

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Viele Zeitschriften und Flugblätter liegen auf einem Tisch.
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Zeitschriften und Flugblätter der Sammlung der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle (Foto: Georg Wamhof).

Ideologie wird über viele Medien verbreitet, wie Zeitschriften, Bücher, Tonträger und Flugblätter. Rassismus, Antisemitismus, Rechtfertigung der NS-Herrschaft und Leugnung ihrer Verbrechen sind zentral. 

Die extreme Rechte und ihre Abwehr der Erinnerung. Die „Holocaust international“-Ausgabe der MUT aus dem Januar 1979.

Jahr
1979
Autor*innen
Quelle
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Titelblatt der Zeitschrift Mut mit Wasserzeichen "Indiziert"

Die Zeitschrift MUT radikalisierte sich im Lauf der 1970er-Jahre zu einer der wichtigsten Publikationen der rechten Szene. Die Januar-Ausgabe 1979, die auf die Ausstrahlung der TV-Serie Holocaust reagierte, wurde wegen Holocaust-Leugnung indiziert.

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Verwirkte Grundrechte?
Zum Wandel rechter Agitationsstrategien anhand der Reaktion der National-Zeitung auf einen Antrag der Bundesregierung (1969)

Jahr
1969
Autor*innen
Quelle
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Titelseite der Deutschen National-Zeitung

1969 stellte die Bundesregierung gegen den Verleger Gerhard Frey einen Grundrechtsverwirkungsantrag. Die heftigen Reaktionen seiner National-Zeitung zeigen einen Wandel rechter Agitationsstrategien auf, dessen Folgen wir noch heute spüren.

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Ein Grundstein des deutschen Rechtsrocks:
Böhse Onkelz – „Türken raus“

Jahr
1981
Autor*innen
Quelle

Das Lied „Türken raus“, 1981 erstmals aufgenommen, prägte lange das Image der Böhsen Onkelz als Speerspitze der Skinheadszene der frühen 1980er-Jahre. Die frühen Veröffentlichungen der Band bilden den Grundstein für das, was heute als Rechtsrock gilt.

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Feindbild Günter Grass:
Die Offenen Briefe des DKEG an den Bundespräsidenten Heinrich Lübke

Jahr
1967
Autor*innen
Quelle
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DKEG-Brief

Das Deutsche Kulturwerk europäischen Geistes e.V. nutzte 1967 die Berufung von Günter Grass in den „Kunstausschuss“ für die Olympischen Spiele 1972, um die verhasste gesellschaftliche und kulturelle Liberalisierung in der Bundesrepublik anzugreifen.

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Wesensverwandt mit der NSDAP:
Das Aktionsprogramm der Sozialistischen Reichspartei

Jahr
1949
Autor*innen
Quelle
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Aktionsprogramm der SRP

Die Sozialistische Reichspartei gilt als früher Versuch, den Nationalsozialismus in der Bundesrepublik parteipolitisch wiederzubeleben. Ihr Programm zeigt das Bemühen, unter veränderten Rahmenbedingungen an Kernelemente des NS-Gedankenguts anzuknüpfen.

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Antisemitismus der Neuen Rechten:
Hans-Dietrich Sanders Die Auflösung aller Dinge

Jahr
1988
Autor*innen
Quelle
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Sander, Auflösung

Während sich als Neue Rechte stilisierende Autoren beim Antisemitismus überwiegend bedeckt hielten, wagte der Publizist Hans-Dietrich Sander 1988 einen der wenigen offenen Vorstöße. Seine Schriften und ihre Rezeption im eigenen Lager sind zentral, um das komplexe Verhältnis der Neuen Rechten zum Jüdischen zu verstehen. 

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Die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit (HIAG) und die Apologie der Waffen-SS:
Paul Haussers Buchpublikation Soldaten wie andere auch

Jahr
1966
Autor*innen
Quelle
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Cover Hausser, Soldaten

Einer der wichtigsten Apologeten der Waffen-SS in der Bundesrepublik war der vormalige Kommandeur Paul Hausser. Mit seiner paradigmatischen Veröffentlichung beabsichtigte er, die Waffen-SS zu entpolitisieren und von NS-Verbrechen freizusprechen.

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Entsorgung der NS-Geschichte:
Armin Mohlers Vergangenheitsbewältigung

Jahr
1968
Autor*innen
Quelle
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Cover Mohler, Vergangenheitsbewältigung

Endlich Schluss zu machen mit der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, das zählte schon immer zu den Forderungen der Rechten in der Bundesrepublik. Zentrale Argumente dafür hat seit den 1960er-Jahren Armin Mohler geliefert.

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Bomben gegen das US-Imperium:
Abschied vom Hitlerismus

Jahr
1982
Autor*innen
Quelle
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Hepp-Kexel-Papier

Die Neonazi-Militanten Odfried Hepp und Walther Kexel plädieren 1982 für eine Neuausrichtung rechtsextremer Politik: Der „Hitlerkult“ sei zu überwinden und ein „antiimperialistischer Befreiungskampf“ zusammen mit anderen Kräften einzuleiten.

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Angriff auf die NS-Aufarbeitung:
Ein Flugblatt vom neonazistischen Kampfbund deutscher Soldaten

Jahr
1977
Autor*innen
Quelle
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KDS-Flugblatt

Holocaustleugnung – das war der Kern der Aktionen des Kampfbundes deutscher Soldaten. Sein Gründer, der Neonazi Erwin Schönborn, versuchte seit 1975 mit einem provokanten Flugblatt, erinnerungskulturelle Debatten und KZ-Prozesse zu beeinflussen.

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