Ideologie und Publikationen

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Viele Zeitschriften und Flugblätter liegen auf einem Tisch.
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Zeitschriften und Flugblätter der Sammlung der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle (Foto: Georg Wamhof).

Ideologie wird über viele Medien verbreitet, wie Zeitschriften, Bücher, Tonträger und Flugblätter. Rassismus, Antisemitismus, Rechtfertigung der NS-Herrschaft und Leugnung ihrer Verbrechen sind zentral. 

Rechter Populismus unter alliierter Besatzung:
Alfred Loritz im Bayerischen Landtag, 16. Dezember 1946

Jahr
1946
Autor*innen
Quelle
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Stenografischer Bericht

Bereits kurz nach Kriegsende erlebte im besetzten Bayern der rechte Populismus, den es schon in der Weimarer Republik gegeben hatte, in der Person von Alfred Loritz, dem Chef der Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung (WAV), eine erste Renaissance.

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Europa-Enthusiasmus in rechtsradikal:
Maurice Bardèches Weg nach vorn

Jahr
1952
Quelle
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Cover: Maurice Bardeche, Der Weg nach vorn

Das ideologisch prägende nationalistische Programm der Europäischen Sozialen Bewegung in der Fassung von Maurice Bardèche erscheint im Verlag von Karl-Heinz Priester. Hinter der Übersetzung steht ein international-publizistisches Netzwerk ehemaliger Nationalsozialisten und Faschisten.

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Amerikanische Propaganda in Deutschland:
Der NS Kampfruf, Gerhard Lauck und die NSDAP/AO

Jahr
1977
Autor*innen
Quelle
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Titelseite NS Kampfruf 23/1977

Ab 1973 publizierte der US-Neonazi Gerhard Lauck den NS Kampfruf. In Nebraska gedruckt, in Deutschland verbreitet, zeigt das Propagandablatt Herausforderungen des grenzüberschreitenden Rechtsextremismus und Tücken des amerikanischen Rechts auf Meinungsfreiheit auf.

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Renovierte Propaganda:
Thora Ruths Leserbrief „Die besseren Argumente“

Jahr
1973
Autor*innen
Quelle
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Titelseite La Plata Ruf

In einem Leserbrief fordert die 20-jährige Studentin Thora Ruth 1973 eine zeitgemäße Kommunikationsstrategie für die äußerste Rechte: Das politische Vokabular müsse sich verändern, um völkisches Denken in möglichst vielen Köpfen zu verankern.

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Ideologisierung und Personalisierung rechter Programmatik:
Das Siegburger Manifest der Partei Die Republikaner

Jahr
1985
Autor*innen
Quelle
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Siegburger Manifest (S. 1)

Mit dem Siegburger Manifest verabschiedeten die 1983 gegründeten Republikaner ihr zweites Programm. Es zeichnete sich besonders durch eine verstärkte neurechte Ideologisierung und Personalisierung unter dem neuen Vorsitzenden Franz Schönhuber aus.

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Sammlungsversuch der Neuen Rechten:
Die „Erklärung des Deutschlandrats“ vom Dezember 1983

Jahr
1983
Autor*innen
Quelle
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Erklärung des Deutschlandrates 1983

Im Deutschlandrat versammelten sich 1983 die bedeutendsten Exponenten der Neuen Rechten Deutschlands. Sie wollten als selbsternannte Pressure-Group Einfluss auf die Politik der Bundesrepublik nehmen, wofür sie im Dezember eine Erklärung veröffentlichten.

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Vom „sexuellen Klassenkampf“:
Erich Johann Kernmayr und die „sexuelle Revolution“

Jahr
1970
Autor*innen
Quelle
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Zeitunsartikel: Erich Kern, Sex als Sprengstoff gegen die Gesellschaft
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Erich Kern [Pseudonym von Erich Johann Kernmayr], Sex als Sprengstoff gegen die Gesellschaft. Die politische Manipulation mit der Pubertät, in: Deutsche Wochen-Zeitung, Nr. 3, 16.1.1970, S. 5.

Erich Kern (alias Erich Johann Kernmayr) kritisiert den Wandel der Sexualnormen um 1970 als erfolgreiche Strategie der Neuen Linken, Sexualität als Mittel im Klassenkampf zu nutzen. Deren Ziel sei es, die Gesellschaftsordnung zu zerstören.

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Der Aufstieg der Holocaustleugnung:
Thies Christophersens Die Auschwitz-Lüge

Jahr
1973
Autor*innen
Quelle
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Titel Auschwitz-Lüge mit Wasserzeichen "Indiziert"

Die Verharmlosung der NS-Verbrechen, insbesondere des Holocaust, steht bis heute im Zentrum rechtsradikaler Weltanschauung. Christophersens Die Auschwitz-Lüge ist ein frühes Schlüsseldokument der Holocaustleugnung, die ab den 1970er-Jahren eine neue Dynamik entwickelte.

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Neuer Anstrich für den alten Nationalismus:
Gert Waldmanns „Von der Linken lernen?“

Jahr
1969
Quelle
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Gert Waldmann Von der Linken lernen

Mit einem provokanten Aufruf in der Zeitschrift Nation Europa löst Gert Waldmann eine Debatte um Ideologie und Aktionsformen der Nationalen Opposition aus. Der Wunsch, der Neuen Linken den Rang abzulaufen, verbindet sich mit neuem Generationsbewusstsein: Die Neue Rechte entsteht.

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