Tage der Gewalt und völkischen Indoktrination:
Das Informationsheft der Wiking-Jugend zum 14. Pfingsttreffen nationaler Jugend
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Organisationen
- Arbeitsgemeinschaft nationaler Jugendbünde Österreichs (ANJÖ)
- Bund Heimattreuer Jugend (BHJ)
- Deutsche Reichspartei (DRP)
- Kameradschaftsring Nationaler Jugendverbände (KNJ)
- Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
- Nationaldemokratischer Hochschulbund (NHB)
- Wiking-Jugend (WJ)
- Bund Heimattreuer Jugend Wien (BHJÖ)
Schlagworte
Zitationsempfehlung
Niklas Krawinkel, Tage der Gewalt und völkischen Indoktrination: Das Informationsheft der Wiking-Jugend zum 14. Pfingsttreffen nationaler Jugend (1968), in: Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000. Eine kommentierte Online-Quellensammlung, 28.11.2025, https://radikale-rechte.de/comment/017-krawinkel-infoheft-pfingstreffen, https://doi.org/10.14765/zzf.dok-2959.
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Mehr als 30 Jahre lang veranstaltete die Wiking-Jugend die „Tage volkstreuer Jugend“. Die jährlichen Pfingsttreffen dienten der paramilitärischen und völkisch-nationalistischen Erziehung von mutmaßlich mehreren Tausend Kindern und Jugendlichen.
Das achtseitige Informationsheft zu den 14. Tagen volkstreuer Jugend in Kleinsachsenheim im Kreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg vom 30. Mai bis 3. Juni 1968 enthält die Lagerordnung, einen hierarchischen Organisationsplan, detaillierte Tagespläne, Ablaufpläne für die Feiergestaltung, Anfahrtsbeschreibungen mit Kfz und Bahn, Erläuterungen zum „Wiking-Kampf“ und Informationen zur Teilnahmegebühr. Einziges Gestaltungselement ist das auf dem Titelblatt abgebildete „Columbusschiff“. Schiffe waren in Veröffentlichungen der Wiking-Jugend beliebtes Illustrationsmaterial, allerdings wurden später Darstellungen von Drachenbooten der Wikinger bevorzugt.
Die Tradition eines Pfingsttreffens der nationalen Jugend hatte die Arbeitsgemeinschaft nationaler Jugendbünde Österreichs (ANJÖ), in der der Bund Heimattreuer Jugend (BHJ) federführend war, 1953 begründet. Seit 1954 arbeitete die Wiking-Jugend mit dem österreichischen BHJ eng im Kameradschaftsring Nationaler Jugendverbände zusammen und beteiligte sich an den Lagern. Da der BHJ in Österreich unter wachsenden politischen Druck geriet, fanden die Pfingsttreffen ab 1960 in der Bundesrepublik statt, wo sich der BHJ nach seinem Verbot in Österreich neu gegründet hatte.[1] In den folgenden Jahren wechselten sich BHJ und Wiking-Jugend jährlich mit der Ausrichtung der Pfingstlager ab.[2] Das Treffen 1968 bildete eine Ausnahme: Gescheiterte Fusionsverhandlungen hatten für kurzfristige Verstimmungen zwischen den beiden Jugendbünden gesorgt, sodass in diesem Jahr zwei getrennte Pfingstlager stattfanden.[3] Die Wiking-Jugend veranstaltete ihr Lager auf einem Grundstück in Kleinsachsenheim, das von einem Bauern zur Verfügung gestellt wurde, der mit der Gruppe sympathisierte.[4] Verantwortlich zeichnete die Bundesführung der Wiking-Jugend, die – mit einer kurzen Unterbrechung 1966/67 – seit 1961 in Händen von Wolfgang Nahrath lag.[5] Der Ingenieur, der in den 1960er-Jahren in Möglingen nahe Ludwigsburg lebte, war bereits der zweite Nahrath, der die Wiking-Jugend führte. Sein Vater Raoul Nahrath hatte die Leitung 1954 im zweiten Jahr des Bestehens der Organisation übernommen.[6]
Pfingstlager zwischen APO und Baden-Württemberg-Wahl
Im Mai und Juni 1968 fand das Pfingsttreffen unter besonderen politischen Voraussetzungen statt. Wenige Wochen zuvor erlebte die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die seit 1966 eine Erfolgsserie bei Landtagswahlen zu verbuchen hatte, ihren größten Erfolg mit fast zehn Prozent der Wählerstimmen in Baden-Württemberg.[7] Die Wiking-Jugend – und mit ihr die meisten der Organisationen, die eher dem „lebensweltlichen“ Milieu der extremen Rechten zuzuordnen waren – sammelten sich im Kielwasser der NPD-Erfolge. Wolfgang Nahrath gehörte als Mitglied der Vorgängerpartei, der Deutschen Reichspartei (DRP), zu den Gründungsmitgliedern der 1964 aus der Taufe gehobenen NPD.[8] Der erfolgreiche baden-württembergische Landesverband war aber nicht nur durch den in Möglingen wohnhaften Bundesführer auf dem Pfingsttreffen vertreten. Beispielsweise war auch der Vorsitzende des Nationaldemokratischen Hochschulbunds (NHB) an der Universität Tübingen, der Mathematik- und Geografie-Student Hans Schmidt, in die Leitungsstruktur des Treffens involviert, wie dem Organisationsplan zu entnehmen ist.[9]
Nicht zuletzt waren es Studierende, die sich der NPD und ihrem Erfolgskurs mit Versammlungen und Demonstrationen entgegenstellten.[10] Unmittelbar vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg war es mit den Osterunruhen zum Höhepunkt der Proteste der Studierendenbewegung in der Bundesrepublik gekommen – hervorgerufen durch die Schüsse eines extrem rechten Gewalttäters auf Rudi Dutschke. Der Täter hatte im Dunstkreis von militanten NPD-Aktivisten das Schießen gelernt, wie viele Jahre später öffentlich bekannt wurde.[11] Während der Ordnerdienst der NPD in den späten 1960er-Jahren einen zweifelhaften Ruf der Gewalt gegen Andersdenkende erwarb, war gewalttätiges Vorgehen gegen Protestierende aus der „Außerparlamentarischen Opposition“ auch für die eng mit der NPD verbundene Wiking-Jugend eine Selbstverständlichkeit.[12] Diese Gewalt nahm im Laufe der 1970er-Jahre weiter zu. Mitglieder der Wiking-Jugend übten sie insbesondere bei den „Ausmärschen“ aus dem Lager aus – der Tagesplan des Pfingstlagers 1968 sah eine Jugendkundgebung in Bietigheim und eine Totenehrung in Kleinsachsenheim vor. Sport- und Wehrübungen nahmen immer größeren Raum in den militärisch durchorganisierten Lagern ein. Schießübungen und Schießwettkämpfe, die in den ersten Jahren des Bundes von männlichen Mitgliedern ab einem Alter von sechzehn Jahren durchgeführt wurden,[13] waren im „Wiking-Kampf“ des Pfingstlagers 1968 bereits für Vierzehnjährige vorgesehen und nahmen in drei Tagen allein über vier Stunden in Anspruch.
„Notgemeinschaft“ im Lager
Die „Ausmärsche“ aus dem Lager, die mit der „Jugend“ und den „Toten“ zwei Zentralthemen und Objekte der Idealisierung vonseiten der extremen Rechten zum Thema hatten, waren zugleich die einzigen Aktivitäten des Lagers, die auf eine breitere öffentliche Wahrnehmbarkeit zielten. Demgegenüber schrieb die „Lagerordnung“ für das Pfingsttreffen vor, dass allein die Lagerleitung und von ihr beauftragte Organe, wie die Lagerwache, weisungsbefugt waren. Jeder, der das Lager betrat, hatte sich dieser Weisungsbefugnis zu unterwerfen. Die Wiking-Jugend stellte sich mit dieser besonderen Bedeutung des „Lagers“ klar in die Tradition der Hitler-Jugend, in der „das straff organisierte Lager mit Dienstcharakter an die Stelle der bis dahin von der Wandervogelbewegung geprägten lockeren und ungebundenen ‚Fahrten‘“[14] trat. Auskünfte an Presse oder Fernsehen durften allein von der Lager- oder Bundesführung in Anwesenheit von mindestens drei volljährigen Zeugen gegeben werden.
Die Wiking-Jugend war keine Organisation, die in erster Linie darauf ausgerichtet war, möglichst viele Kinder und Jugendliche anzuwerben und von ihren extrem rechten Ideen zu überzeugen. Ihre Mobilisierung richtete sich schwerpunktmäßig an Aktivisten extrem rechter Parteien und Kulturorganisationen, deren Kinder in der Wiking-Jugend geformt werden sollten. Sie waren dementsprechend auch die Adressaten dieses Informationsheftes. Unter dem Tagesordnungspunkt Elternabend wurde die Familie jenseits des Kinder- und Jugendalters in die Bundesarbeit einbezogen. Erst kurz vor den „Tagen volkstreuer Jugend“ 1968 senkte die Bundesführung der Wiking-Jugend das Eintrittsalter in die Organisation auf sechs Jahre herab. Ein Vorgang, der eine ausdrückliche Abkehr vom bündischen Prinzip der Zwischenkriegszeit bedeutete und mit den angeblich negativen Einflüssen der linken Studierendenbewegung der 1960er-Jahre begründet wurde. Die Wiking-Jugend verstand sich fortan als „Notgemeinschaft volkstreuer Familien zur Erziehung ihrer Kinder und Jugendlichen“, zu deren vordersten Prinzipien es gehörte, den Nachwuchs der extremen Rechten „dem zersetzenden Gedankengut“ zu entziehen und im Sinne völkisch-nationalistischer Vorstellungen zu beeinflussen und zu prägen.[15] Diese Art der Nachwuchsrekrutierung hatte eine zunehmende Abschottung nach außen zur Folge, zu deren Ausdruck der häufige Versuch gehörte, Medienberichterstattung über die Wiking-Jugend zu verhindern. Spätestens ab 1970 kam es wiederholt zu teils lebensgefährlichen Angriffen auf Pressevertreter und -vertreterinnen, die über Lager der Wiking-Jugend zu berichten versuchten.[16]
Die Wiking-Jugend lehrte den ihr anvertrauten Kindern die Ablehnung und Kampfbereitschaft gegen eine vermeintlich feindliche Außenwelt. In Verbindung mit dem gezielten Einüben von Gewalt in Sport- und Wehrübungen entstand eine gefährliche Mischung aus militaristischem Stil und völkisch-nationalistischer Indoktrination, die die zentralen Merkmale der Jugenderziehung in der Wiking-Jugend bildeten. Das machte die Wiking-Jugend besonders attraktiv für die in den frühen 1970er-Jahren entstehenden neonazistischen Wehrsportgruppen. Eine erhebliche Zahl von deren späteren Mitgliedern war zuvor in der Wiking-Jugend aktiv.[17] Manfred Börm und Uwe Rohwer, dessen Stellvertreter Börm in der „Gauführung“ der Wiking-Jugend in Schleswig-Holstein war, führten 1977 vor, wie es aussah, wenn solche Sozialisation Früchte trug. Sie begingen gemeinsam mit anderen extrem rechten Aktivisten mehrere schwere Überfälle in Norddeutschland und planten politische Anschläge.[18]
Familien- und Geschlechterordnung im Dienst- und Tagesplan
Der NHB-Funktionär Hans Schmidt, der bei der Wiking-Jugend maßgebliche Aufgaben in der sogenannten Brauchtumspflege übernahm,[19] war gemeinsam mit seiner zukünftigen Frau Edda für den Sanitätsdienst im Pfingstlager 1968 eingeteilt. Edda Schmidt, später langjährige „Schriftleiterin“ des 1968 gegründeten verbandseigenen Mitteilungsblatts Wikinger. Gestalt und Ausdruck volkstreuer Jugend, zählte zu den einflussreichsten unter den vergleichsweise wenigen Aktivistinnen der Wiking-Jugend; als zeitweilige Vorsitzende des Rings Nationaler Frauen ist sie eine weithin bekannte Person in der extremen Rechten insgesamt. Sie stammt aus einer völkisch-nationalistischen Familie, auch ihre Eltern Erika und Sepp Biber und ihre Schwester Hildrun waren in der Wiking-Jugend aktiv.[20]
Die Eheschließung zwischen Hans Schmidt und Edda Biber war ganz im Sinne der völkischen Organisation, die besonders darauf abzielte, Partnerschaften im Kreis der Mitglieder zu fördern und damit prägend auf ganze Familien und über mehrere Generationen hinweg einwirken zu können. In den Tagesplänen des Pfingstlagers findet sich diese Ausrichtung vornehmlich unter dem Tagesordnungspunkt Volkstanz, der den Kontakt zwischen den Geschlechtern vorsah, während etwa die Aktivitäten des „Wiking-Kampfs“ nach Geschlechtern getrennt abgeleistet wurden. Die praktischen Übungen der Jungen waren mit Gepäckmarsch, Keulenwurf und anderen Disziplinen an militärischen Vorbildern orientiert, während für die Mädchen „entsprechend ihrer Eigenart“ ein Schwerpunkt auf Geschicklichkeit gelegt wurde. Trotz ihres Anspruchs, allgemeine Jugenderziehung zu betreiben, waren die Aktivitäten der Wiking-Jugend deutlich auf Jungen ausgerichtet. Die „Mädelarbeit“ orientierte sich an der vermeintlich naturgegebenen Rolle der Frau, die der „soldatischen“ Rolle des Mannes klar untergeordnet und mit den Begriffen Hausfrau, Familie, Mutterschaft assoziiert war.[21]
Der „Wiking-Kampf“ symbolisiert mit seinen geistigen und wehrsportlichen Aufgaben den umfassenden Ansatz der Wiking-Jugend, Kinder und Jugendliche zu einer grundsätzlichen Ablehnung der als feindlich und dekadent wahrgenommenen Umwelt zu erziehen und sie zum Kampf zu ermutigen und zu befähigen. Die nachhaltige Bedeutung der Wiking-Jugend als „Durchlauferhitzer für neonazistische Karrieren“[22] und für den Rechtsterrorismus Ende der 1970er-Jahre zeigt, wie erfolgreich sie damit war.
[1] Vgl. Rüdiger Schütte, Wir bekennen… Wir glauben… Wir sind bereit… 1951–1966. 15 Jahre heimattreue Jugendbewegung, Braunschweig/Hamburg: Selbstverlag, 1967, S. 8–11, 17, Archiv der deutschen Jugendbewegung (AdJb), B 254, Nr. 29.
[2] „Pfingstlager der nationalen Jugend“, in: Studien von Zeitfragen (SvZ). Analysen, Berichte, Informationen zum nationalen Nonkonformismus, hg. von Nikolaus Ryschkowsky, Nr. 7, 9.6.1967, S. 5.
[3] Zwei Pfingstlager der nationalen Jugendbünde, in: SvZ, Nr. 5, 28.5.1968, S. 9.
[4] Was geschah – da und da, in: Wikinger. Gestalt und Ausdruck volkstreuer Jugend, hg. von der Bundesführung der Wiking-Jugend (Wolfgang Nahrath), Nr. 2 (1969), S. 10, Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. (Apabiz), WJ-W.
[5] Ältestenthing, in: Fanal. Stimme der Wikinger, hg. von Raoul Nahrath, Jg. 10 (1961), Nr. 9, Apabiz, WJ-F; „Nachrichten“ aus der nationalen Jugend, hg. vom BHJ, Jg. 4 (1966), Nr. 5/6, S. 2, AdJb, N 174 Sammlung Dudek, Nr. 50; 30 Jahre „Wiking-Jugend“, in: Wikinger (1983), Nr. 1, S. 6f., Apabiz, WJ-W; siehe auch Philipp Grehn, Wolfgang Nahrath (1929–2003). Die Wiking-Jugend (WJ) – Völkische Indoktrination im Kindesalter, in: Gideon Botsch/Christoph Kopke/Karsten Wilke (Hg.), Rechtsextrem: Biografien nach 1945, Berlin/Boston: De Gruyter, 2023, S. 319–332.
[6] Bericht Bundesamt für Verfassungsschutz, 16.10.1956, Bundesarchiv (BArch) Koblenz, B 443/2677, unpag.
[7] Vgl. Richard Stöss, Die extreme Rechte in der Bundesrepublik. Entwicklung – Ursachen – Gegenmaßnahmen, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1989, S. 138.
[8] Vgl. Grehn, Nahrath, S. 326.
[9] Vgl. Heil Hitler, Der Spiegel 5/1967, https://www.spiegel.de/politik/heil-hitler-a-ac12ef6d-0002-0001-0000-000045440981 (letzter Zugriff: 19.12.2023).
[10] Vgl. Peter Dudek/Hans-Gerd Jaschke, Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zur Tradition einer besonderen politischen Kultur, Bd. 1, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1984, S. 327–354.
[11] Vgl. Anton Maegerle/Andrea Röpke/Andreas Speit, Der Terror von rechts – 1945 bis 1990, in: Andrea Röpke/Andreas Speit (Hg.), Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2013, S. 23–60, hier S. 34f.
[12] Über gewalttätiges Vorgehen gegen Gegendemonstrierende gibt ein Bericht über das Pfingsttreffen im darauffolgenden Jahr 1969 Aufschluss: Tage volkstreuer Jugend in Kleinsachsenheim, in: Wikinger (1969), Nr. 2, S. 27–30, Apabiz, WJ-W.
[13] Wiking-Jugend – Idee und Gestalt, o.O., o.D. (frühestens zweite Jahreshälfte 1954, weil als Sitz der Wiking-Jugend Köln angegeben wird), AdJb, A 177, Nr. 1.
[14] Arno Klönne, Jugend im Dritten Reich. Die Hitler-Jugend und ihre Gegner, München: Piper, 1995, S. 57 [zuerst: Düsseldorf 1982].
[15] Wolfgang Nahrath, Wiking-Jugend – erzieht heute – für morgen, in: Wikinger (1979), Nr. 1, S. 3–6, Apabiz, WJ-W; Studentenproteste – nur Klamauk…?, in: Wikinger (1968), ohne Nr., S. 21, Apabiz, WJ-W.
[16] Vgl. Gideon Botsch, Vorwort. Jugendarbeit und „Nationale Opposition“. Zur historischen Einordnung der HDJ, in: Andrea Röpke, Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“, Braunschweig: ARuG, 2008, S. 10–23, hier S. 14f.
[17] Vgl. Dirk Gerhard, Jungmädel und Pimpfe – zur Arbeit der Wiking-Jugend, in: Jan Peters (Hg.), Neofaschismus. Die Rechten im Aufwind, Berlin: Sozialpolitischer Verlag, 1979, S. 89–99, hier S. 94f.; Rainer Fromm, Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Darstellung, Analyse und Einordnung. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen und europäischen Rechtsextremismus, Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 1998, S. 90f.
[18] Vgl. Barbara Manthe: Rechtsterroristische Gewalt in den 1970er Jahren. Die Kühnen-Schulte-Wegener-Gruppe und der Bückeburger Prozess 1979, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 68 (2020), H. 1, S. 63–93.
[19] „Höhen und Tiefen – wir bleiben treu“, Deutscher Anzeiger, 4.7.1980, Apabiz, Otto-Stammer-Zentrum, Wiking-Jugend Intern.
[20] Vgl. Andrea Röpke/Andreas Speit, Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene, Berlin: Ch. Links, 2011, S. 49–54; Wolfgang Nahrath, Erika Biber (Nachruf), in: Wikinger (1987), Nr. 2, S. 7f., Apabiz, WJ-W; vgl. Frank Kaden, Die sächsische Wiking-Jugend. Ihre Geschichte in Bildern und Dokumenten, Dresden 1999, S. 13.
[21] Vgl. Röpke, Ferien, S. 31f.
[22] Peter Dudek, Jugendliche Rechtsextremisten. Zwischen Hakenkreuz und Odalsrune 1945 bis heute, Köln: Bund-Verlag, 1985, S. 127.
Gideon Botsch, „Nur der Freiheit …“? Jugendbewegung und Nationale Opposition, in: ders./Josef Haverkamp (Hg.), Jugendbewegung, Antisemitismus und rechtsradikale Politik. Vom „Freideutschen Jugendtag“ bis zur Gegenwart, Berlin/Boston: De Gruyter, 2014, S. 242–261.
Peter Dudek, Jugendliche Rechtsextremisten. Zwischen Hakenkreuz und Odalsrune 1945 bis heute, Köln: Bund-Verlag, 1985.
Andrea Röpke, Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“, Braunschweig: ARuG, 2008.
Fabian Virchow, Wiking-Jugend, in: Wolfgang Benz (Hg.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen, Berlin/Boston: De Gruyter Saur, 2012, S. 649f.